Untreue-Prozess gegen SachsenLB-Vorstände wird eingestellt

Leipzig (APA/dpa) - Der Strafprozess gegen zwei frühere Vorstände der SachsenLB soll gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden....

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Leipzig (APA/dpa) - Der Strafprozess gegen zwei frühere Vorstände der SachsenLB soll gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Leipzig beschloss heute, Donnerstag, die vorläufige Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld. Die Staatsanwaltschaft und die Angeklagten hatten diesem Schritt zugestimmt.

Die Ex-Vorstände Herbert Süß (77) und Stefan Leusder (61) sollen je 80.000 Euro zahlen. Wenn das Geld überwiesen ist, wird das Verfahren endgültig beendet.

Gegen die Ex-Manager war seit Anfang des Jahres wegen Untreue und Bilanzfälschung verhandelt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen grobe Pflichtverletzungen vorgeworfen. Sie sollen riskante Kreditersatzgeschäfte der SachsenLB über irische Zweckgesellschaften genehmigt und gebilligt haben. Diese Dublin-Deals brachten die kleinste deutsche Landesbank im Sommer 2007 an den Rand des Ruins. Sie wurde eilig notverkauft. Süß und Leusder hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

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