Bob/Skeleton: Flock, Hengster, Maier für vorolympischen Winter bereit

Whistler (APA) - Der aus acht Stationen bestehende Bob- und Skeleton-Weltcup nimmt von Freitag bis Sonntag in Whistler Fahrt auf. Zwei Woche...

Whistler (APA) - Der aus acht Stationen bestehende Bob- und Skeleton-Weltcup nimmt von Freitag bis Sonntag in Whistler Fahrt auf. Zwei Wochen später in Lake Placid steht die zweite Nordamerika-Station an, ehe es ab dem ersten vollen Jänner-Wochenende im Wochen-Rhythmus auf fünf Europa-Destinationen zur Sache geht. Ende Jänner folgt der Olympia-Test in Pyeongchang. Um WM-Medaillen geht es Ende Februar in Sotschi.

Janine Flock ist wieder Österreichs große Hoffnungsträgerin im Skeleton. Ihre Erfolge der abgelaufenen Saison wurden mit Rang drei in der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2016 anerkannt. Mit EM-Gold und WM-Silber hat die Tirolerin im Februar groß abgeräumt, im Gesamtweltcup wurde sie Sechste. Zuletzt beeinträchtigten infolge einer beim Krafttraining zugezogenen Blessur Rückenprobleme ihre Vorbereitung.

„Mein Start ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet“, ließ Flock zur Wochenmitte wissen, in Vergleichen mit den deutschen Assen ist sie voll dabei. „Unsere Physiotherapeutin leistet einen großartigen Job. Ich bin zuversichtlich, dass ich am Freitag 100-prozentig leistungsfähig bin.“ Die Olympia-Neunte von Sotschi 2014 erwartet schnelle Rennen: „Das Eis wird zusätzlich mit Wasser bespritzt. Das heißt, der Speed wird mega.“

Flock nannte mit der Weltcup-Gesamtwertung und dem Weltcup-Finale zwei große Saisonziele. In Südkorea wolle sie sich die Bahn erarbeiten, um dann ein knappes Jahr später bei den Spielen zuschlagen zu können. Und da sind natürlich der Heim-Weltcup Anfang Februar in Igls sowie die WM in der zweiten Februar-Hälfte. Ausgestattet mit neuem Schlitten habe sie sich beim Start gesteigert: „Ich habe meine Technik umgestellt.“

In Nordamerika sind außer Flock Matthias Guggenberger und Alexander Auer dabei, in der zweiten Saisonhälfte sollen Florian Auer und Stefan Geisler dazustoßen. Guggenberger hat eine verletzungsfreie Vorbereitung hinter sich, sieht seinen Schlitten gut eingestellt. Von Alexander Auer erwartet Nationalcoach Michael Grünberger in dessen erster Weltcup-Saison nichts Außergewöhnliches: „Er soll lernen.“

Bob-Pilotin Christina Hengster blieb im vergangenen Winter ohne Medaille, hat EM-Bronze in St. Moritz als Vierte aber nur um 2/100 Sekunden verpasst. Bei der Heim-WM in Igls wurde es nach einem Sturz Rang sechs, beide Male saß Sanne Dekker hinter ihr im Schlitten. In der vorolympischen Saison ist die Niederländerin wieder an ihrer Seite. Im alten Jahr steht ihr auch Valerie Kleiser als Anschieberin zur Auswahl, nach dem Jahreswechsel stößt noch Viola Kleiser dazu.

„Ich will auf jeder Bahn das eine oder andere rauskitzeln“, lautet die Devise von Hengster für die neue Saison. Soll heißen, Linie finden, Zeit finden. Die Tirolerin tritt mit neuen, in La Plagne getesteten Kufen an. Ihr Schlitten ist der alte, allerdings wurde der überholt. Die Konkurrenz im Damen-Bob in Whistler ist für Samstag (23.00 Uhr MEZ) angesetzt, exakt 24 Stunden nach dem Damen-Skeleton.

Im Bob der Herren ist die Hoffnung groß, dass Benjamin Maier an seine Aufsteiger-Saison anschließen kann. Der Tiroler ist vor einem Jahr in die Elite vorgestoßen, gewann im Vierer Junioren-WM-Silber und sensationell EM-Silber, bestätigte diese Leistungen mit WM-Rang fünf. Aus Kostengründen konzentriert sich der 22-Jährige in Übersee auf den Zweier, gemeinsam mit Markus Sammer und Danut Molowan.

„Das ist für uns eine Vorbereitungssaison auf Korea“, sagte Nationaltrainer und Papa Manfred Maier in Hinblick auf die Olympischen Spiele. Ein neuer Zweier-Schlitten mit einem Listenpreis von 75.000 Euro soll neue Höhen bringen, aber es gilt vorerst auch, damit eine gute Abstimmung zu finden. Wenn dann auch wieder der Vierer aktuell wird, werden hinter Maier jun. auch Stefan Lausegger und Kilian Walch Platz nehmen.

Weltcup-Termine Skeleton/Bob Saison 2016/17: 2.-4.12.: Whistler (CAN); 16.-18.12.: Lake Placid (USA); 6.-8.1.: Altenberg (GER); 13.-15.1.: Winterberg (GER/auch EM); 20.-22.1.: St. Moritz; 27.-29.1.: Königssee (GER); 3.-5.2.: Innsbruck; 17.-19.3: Pyeongchang (KOR); WM: 17.-26.2.: Sotschi (RUS)


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