Schweizer Industrie erholt sich nur langsam

Zürich (APA/sda) - Der starke Franken scheint die Schweizer Industriebranche nach wie vor zu bremsen. Der von der UBS publizierte Barometer ...

Zürich (APA/sda) - Der starke Franken scheint die Schweizer Industriebranche nach wie vor zu bremsen. Der von der UBS publizierte Barometer für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hat sich im Oktober erneut nur marginal erhöht.

Die Unternehmen zeigten sich bei den künftigen Bestellungseingängen und dem Produktionsniveau weiterhin pessimistisch, wie aus einer Mitteilung der UBS vom Donnerstag hervorgeht. Obwohl sich die Geschäftslage jüngst verbesserte, blieb die Gewinnsituation schwierig. Vor allem die exportorientierten Firmen leiden nach wie vor unter dem starken Schweizer Franken.

Das KMU-Barometer in der Industrie (exkl. Baugewerbe) stieg im Oktober gegenüber September nur leicht von -0,35 auf -0,16 Punkte. Bei den Großunternehmen war das Barometer sogar leicht rückläufig, von -0,23 auf -0,24 Punkte.

In der Baubranche hat sich die Stimmung weiter eingetrübt. Die Geschäftslage wurde seit dem zweiten Quartal 2010 nicht mehr so schlecht eingeschätzt wie jetzt. Allerdings gilt dies größtenteils für die kleinen und mittleren Baufirmen, während sich die Lage bei den Großunternehmen stabilisierte. Grund dafür ist der fortwährende Preisdruck, vor allem bei den kleineren Unternehmen, und die nachlassende wirtschaftliche Dynamik.

Obwohl die Lage in der Dienstleistungsbranche noch als gut eingestuft wird, kämpfen die Dienstleister wie bereits in den vergangenen Quartalen mit sinkenden Erträgen. Der Einzelhandel und der Tourismus sind davon besonders stark betroffen.

Während sich die Abwärtsdynamik im Tourismus zwar verlangsamte, ist er im Detailhandel ungebrochen. Wegen des Frankenschocks und dem intensiven Wettbewerb sei das Marktumfeld schwierig, schreibt die UBS weiter. Die Branche rechnet auch weiterhin mit sinkenden Preisen, weshalb sich die Margensituation auch in naher Zukunft nicht ändern dürfte.


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