Steirischer Anlagenbauer SMB mit Auftragspolster und Fachkräftebedarf

Hart bei Graz (APA) - Die steirische SMB Industrieanlagenbau hat aufgrund eines nach eigenen Angaben guten Auftragsstands wachsenden Fachkrä...

Hart bei Graz (APA) - Die steirische SMB Industrieanlagenbau hat aufgrund eines nach eigenen Angaben guten Auftragsstands wachsenden Fachkräfte-Bedarf, so Finanzchef und Miteigentümer Walter Krassnitzer am Donnerstag zur APA. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 ist von rund 40 auf 42 Mio. Euro gewachsen, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit blieb - 2015/16 rund 1,45 Mio. Euro - fast konstant.

Der Auftragseingang des Anlagenbauers mit Sitz in Hart bei Graz belief sich in dem mit 30. September beendeten Geschäftsjahr 2015/16 auf 51,8 Mio. Euro. Dies sei der höchste in der Unternehmensgeschichte, so Krassnitzer. Dabei seien noch Projekte im Ausmaß von 16,5 Mio. Euro abzuarbeiten. Das laut Eigendefinition „Familienunternehmen mit Konzernstruktur“ sei gerade dabei, „vom KMU in Richtung Großunternehmen zu wachsen“, so Geschäftsführer Josef Pein.

Man habe auch vor, personell aufzustocken. Gesucht seien Mitarbeiter im technischen Bereich, „vor allem solche mit guter Ausbildung und Praxis für Führungsstrukturen sowie auch Bauleiter. Man wolle aber nicht nur auf akademisch ausgebildete Techniker setzen, vor allem HTL-Absolventen und vergleichbare Qualifikationen seien gefragt. Einen merkbaren Druck durch die derzeitigen Magna-Aufnahmeaktivitäten vor allem im Bereich Metallarbeiter spüre man derzeit nicht. An eigenen Lehrlingen habe man derzeit vier, sagte Krassnitzer. Der Mitarbeiterstand belaufe sich wie schon 2014/15 auf fast 200. Spitzen in der Produktion decke man mit Leiharbeitern ab, bis zu 60 habe man ständig, fallweise bis zu 100 aufwachsend.

„Beim Umsatz sind wir um 15 Prozent über unseren Planungen gelegen“, schilderte Krassnitzer. Auch die ersten beiden Monate des neuen Geschäftsjahres liefen gut. Treiber waren laut Pein die Bereiche Autoindustrie, Fertigung für den Stahlbau, Kältetechnik und Pharma. Das medial bekannteste Stahlbau-Produkt von SMB dürfte das „Tor der Sieger“ im Zielraum des Planai-Skistadions in Schladming sein. Im Gegensatz zu 2014/15 sei das abgelaufene Geschäftsjahr durch Großaufträge - etwa der Messe München oder die Wiederherstellung einer durch einen Brand beschädigten Raffinerie in Tschechien - geprägt gewesen. Gleichzeitig, so Pein, sei das Geschäft mit Servicetätigkeiten und kleineren Anlagenerweiterungen stabil geblieben. Der Hauptteil des Umsatzes werde in Österreich, der Schweiz und Deutschland erzielt. Nach Branchen werden jeweils 20 Prozent des Umsatzes in den Bereichen Automobil, Pharma und Fertigung für den Stahlbau generiert, 15 Prozent kommen aus dem Geschäftsfeld Kälteanlagen.

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Zur SMB-Gruppe gehört u.a. die SMB Pharmaservice in Wolfsberg in Kärnten, die wiederum für Fresenius-Kabi oder Roche tätig ist. Weiters gibt es Tochtergesellschaften in Deutschland, Serbien und der Slowakei. Bei der serbischen Tochter Novi Construction in Petrovaradin (Peterwardein) überlege man einen Ausbau.


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