Brexit-Votum - Weihnachtsmenü wird für Briten vorerst nicht teurer

London (APA/AFP) - Das EU-Ausstiegsvotum verhagelt den Briten zumindest nicht das kommende Weihnachtsfest: Für ein traditionelles Feiertagsm...

London (APA/AFP) - Das EU-Ausstiegsvotum verhagelt den Briten zumindest nicht das kommende Weihnachtsfest: Für ein traditionelles Feiertagsmenü mit Truthahn, Champagner und Weihnachtspudding müssen die Briten trotz des Absturzes des Pfund insgesamt nur 1 Prozent mehr ausgeben als 2015, wie das Marktforschungsunternehmen Mintec errechnet hat.

Damit sei das weihnachtliche „Lieblingsessen“ der Briten sogar billiger als 2013 und 2014, schreiben die Marktforscher in ihrer Untersuchung.

Der Wertverlust des Pfund gegenüber Euro und Dollar seit dem Brexit-Referendum im Juni treibt wegen der teurer gewordenen Importe die Preise in Großbritannien in die Höhe. Die Supermärkte, die sich derzeit einen erbitterten Preiskampf liefern, haben die höheren Preise bis jetzt aber nicht an ihre Kunden weitergereicht.

Der Truthahn, das Herzstück des britischen Weihnachtsmenüs, ist nach Angaben von Mintec sogar billiger als 2015. Vor einem Jahr mussten die Briten wegen der Vogelgrippe demnach zwei Prozent mehr für den Weihnachtsbraten zahlen.

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Auch die Preise für beliebte alkoholische Getränke wie französischen Champagner oder italienischen Prosecco sind bisher stabil. Der sinkende Wechselkurs habe bisher keine „großen Auswirkungen“ gehabt, erklärt der Alkoholexperte Toby Magill vom Marktforschungsunternehmen IRI. Experten rechnen allerdings damit, dass die Einzelhändler die Preise im neuen Jahr erhöhen.

Für ihren traditionellen Weihnachtsnachtisch müssen die Briten schon dieses Jahr deutlich mehr ausgeben: Der Preis für den beliebten Christmas Pudding ist laut der Studie um 21 Prozent gestiegen, weil die Hauptzutaten wie Rosinen, Butter, Mehl und Zucker teurer geworden sind.


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