Schach: Carlsen 2 - „Mein bisher schwerster WM-Kampf“

New York (APA/dpa) - Der dramatische Kampf auf 64 Feldern hat bei Magnus Carlsen deutliche Spuren hinterlassen. „Das war mein bisher schwers...

New York (APA/dpa) - Der dramatische Kampf auf 64 Feldern hat bei Magnus Carlsen deutliche Spuren hinterlassen. „Das war mein bisher schwerster WM-Kampf“, kommentierte der alte und neue Schach-Weltmeister seine erfolgreiche Titelverteidigung erleichtert.

Der junge Skandinavier, der über mangelndes Selbstbewusstsein nicht klagen kann, lobte auch seinen Widersacher. „Sergej hat stark gespielt“, erklärte Carlsen über den fast gleichaltrigen russischen Hoffnungsträger. Karjakin erwies sich in dem Duell der ehemaligen Wunderkinder als ein fast ebenbürtiger Gegner und als höflicher Verlierer. Er gratulierte Carlsen zunächst zum Geburtstag und zur WM-Krone und kündigte danach mit einem Lächeln an: „Mein Plan ist es, in zwei Jahren wieder um den Titel zu spielen.“

Während Russland weiterhin auf seinen nächsten Schach-Weltmeister warten muss, war der Jubel bei den norwegischen Fans und Medien riesengroß. „KönigMagnus regiert weiter. Glückwunsch, MagnusCarlsen! Du bist der Beste!“, twitterte ein Fan. Dass Carlsen in der Rede nach dem Triumph seinen Vater als „den besten Menschen, den ich kenne“, bezeichnete, kam weltweit gut an.

Das Match in New York wurde weltweit mit Spannung verfolgt. Das norwegische Fernsehen übertrug alle Spiele direkt. Nach Angaben des Weltverbandes (FIDE) verfolgten rund zehn Millionen Menschen die Übertragungen auf der Homepage „World Chess“ des Veranstalters. Rund 10.000 Zuschauer waren live vor Ort im Fulton Market Building in der New Yorker South Street dabei. Die nächste Schach-Weltmeisterschaft der Männer ist für 2018 vorgesehen. Der Herausforderer von Carlsen wird in einem Kandidatenturnier ermittelt.


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