Europas Raumfahrt-Minister entscheiden über künftige Programme

Luzern (APA/dpa) - Die Mitgliedstaaten der europäischen Raumfahrtagentur ESA beraten über Europas künftigen Kurs im Weltall. Bei einem am Do...

Luzern (APA/dpa) - Die Mitgliedstaaten der europäischen Raumfahrtagentur ESA beraten über Europas künftigen Kurs im Weltall. Bei einem am Donnerstag begonnenen Ministertreffen in Luzern entscheiden sie auch darüber, wie viel Geld der ESA in den kommenden Jahren zur Verfügung steht.

Agentur-Chef Jan Wörner hat Wünsche über 11 Milliarden Euro angemeldet - von der weiteren Beteiligung an der Raumstation ISS bis zum Programm zur Erdbeobachtung. Die Ergebnisse werden am Freitag bekanntgegeben.

Vertreter der 22 ESA-Mitgliedstaaten sprechen auch über die Zukunft des europäisch-russischen Prestigeprojekts ExoMars. Weil sich die zweite Phase der Mission, bei der ein Roboter auf dem Roten Planeten landen soll, um zwei Jahre verschoben hat, fehlen 400 Millionen Euro. Ein Viertel davon wolle die ESA intern umschichten, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Den Rest sollen die Mitgliedstaaten beisteuern - sonst stünde das Projekt auf der Kippe. Mit ExoMars wollen die ESA und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen.

Der ESA-Ministerrat ist das höchste Entscheidungsgremium der Raumfahrtagentur, er tagt alle zwei bis drei Jahre. Bei den Beratungen sollte jedes Land darlegen, wie viel Geld es für einzelne Programme bereitstellen will. Bei welchen Punkten es haken könnte, sei noch nicht abzusehen, sagte eine Sprecherin am Nachmittag. Österreich wird in Luzern durch Klaus Pseiner, Chef der Forschungsförderungsgesellschaft FFG vertreten, der heimische Weltraumminister Jörg Leichtfried (SPÖ) ist am Donnerstag beim Verkehrsministerrat in Brüssel.

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