Europas Leitbörsen schließen im roten Bereich

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben am Donnerstag den grünen Bereich trotz guter Konjunkturdaten aus Asien, Europa und den US...

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben am Donnerstag den grünen Bereich trotz guter Konjunkturdaten aus Asien, Europa und den USA gemieden und sind mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 20,63 Einheiten oder 0,68 Prozent auf 3.030,98 Zähler.

Vor dem Verfassungsreferendum in Italien und der in Österreich anstehende Bundespräsidentenwahl haben sich die Investoren am Donnerstag zurückgehalten. Auch positive Konjunkturdaten aus China konnten die Anleger nicht aus der Reserve locken.

In der Eurozone wuchs unterdessen die Industrie im November so kräftig wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 0,2 auf 53,7 Punkte. Besonders gut liefen die Geschäfte in den Niederlanden, Österreich und Spanien sowie in Deutschland. Auch in den USA ist die Industrie im November stärker gewachsen als erwartet.

Weiterhin nach oben ging es am Donnerstag auch für Finanzwerte, was am Markt unverändert mit positiver gewordenen Aussichten für das Zinsumfeld in den USA begründet wurde. Damit dürfte einer Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed Mitte Dezember nichts mehr entgegen stehen, hieß es am Markt.

Folglich zogen dort die Finanzwerte nach oben. Auch in Europa gingen sie mit Gewinnen aus dem Handel, obwohl zunächst mit keiner Wende der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gerechnet wird. Die Aktien der Deutschen Bank stiegen um fast 1,82 Prozent, Societe Generale um 0,95 Prozent und Banco Santander um 0,67 Prozent.

Weiterhin von der Einigung der OPEC auf konkrete Produktionskürzungen am Vortag konnten die Ölwerte profitierten. Wobei RBI-Ölexperte Hannes Loacker darauf verweist, dass der Wille zur wirklichen Umsetzungen in der Vergangenheit nicht sehr groß war. In Folge legten Eni um 3,58 Prozent an der Spitze des Euro-Stoxx-50 zu, Repsol gewannen 2,34 Prozent. Einen kleinen Dämpfer dürften die Aktien von Total erfahren haben, welche in einem starkem Branchenumfeld nur 0,23 Prozent gewannen. Denn die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Aktie des französischen Ölkonzerns von „Outperform“ auf „Neutral“ abgestuft.

Werte aus der Lebensmittelbranche bildeten das Schlusslicht. So gaben Unilever um über 2,84 Prozent ab, obwohl Morgan Stanley die Gewinnschätzungen für den Hersteller von unter anderem Magnum-Eis anhob. Allerdings hieß es in der Studie auch, dass die Aktien von Konkurrenten wie Nestle und Danone mehr Aufwärtspotenzial hätten. Aber auch Nestle (minus 1,61 Prozent) und Danone (minus 1,45 Prozent) gingen mit einem Abschlag aus dem Handel. Heineken verloren 3,58 Prozent und Anheuser Busch 4,37 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA532 2016-12-01/18:03


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