Börse London schließt etwas tiefer

London (APA) - Die Börse in London ist am Donnerstag in einem schwachen europäischen Umfeld mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen...

London (APA) - Die Börse in London ist am Donnerstag in einem schwachen europäischen Umfeld mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Vor allem enttäuschende Konjunkturdaten hatten belastet. Der FTSE-100 Index schloss bei 6.752,93 Punkten und einem Plus von 30,86 Einheiten oder 0,45 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 27 Gewinner und 74 Verlierer gegenüber.

Die Stimmung in den britischen Industrieunternehmen hat sich im November überraschend eingetrübt. Der vom Institut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel um 0,8 Punkte auf 53,4 Zähler. Bankvolkswirte hatten im Mittel mit einem leichten Anstieg auf 54,4 Punkte gerechnet. Der Wert für den Oktober wurde von 54,3 Punkte auf 54,2 Zähler leicht nach unten revidiert. Mit dem am Sonntag anstehenden Verfassungsreferendum in Italien im Blick hatten die Anleger einen Grund mehr, sich zunächst bedeckt zu halten.

Weiterhin von der Einigung der OPEC auf konkrete Produktionskürzungen am Vortag konnten die Ölwerte profitierten. Wobei RBI-Ölexperte Hannes Loacker darauf verweist, dass der Wille zur wirklichen Umsetzungen in der Vergangenheit nicht sehr groß war. In Folge legten BP um 2,31 Prozent und Royal Dutch Shell um 2,81 Prozent zu.

Allerdings wurden die Gewinne von Öl- und Gasunternehmen im rohstofflastigem „Footsie“ von den Verlusten der Minenbetreiber überschattet. Fresnillo sackten mit einem Minus von 1,5 Prozent an das Ende des Index. Glencore kam von den anfänglichen starken Kursgewinnen wieder etwas zurück und ging mit plus 2,32 Prozent aus dem Handel. Der Rohstoffkonzern will im kommenden Jahr wieder Dividenden zahlen. Rückenwind bekommt der Rohstoffkonzern dabei von den kräftig gestiegenen Preisen für wichtige Rohstoffe wie Zink und Kohle.

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Europaweit verzeichnete auch die Lebensmittel-Branche deutliche Verluste. Folglich fielen Unilver-Titel um 3,10 Prozent, obwohl Morgan Stanley die Gewinnschätzungen für den Hersteller von Produkten wie Magnum-Eis anhob. Allerdings hieß es in der Studie auch, dass die Aktien von Konkurrenten wie Nestle und Danone mehr Aufwärtspotenzial hätten. Auch die Papiere von Compass Group verloren um 3,10 sowie Imperial Brands um 2,56 Prozent,

~ ISIN GB0001383545 ~ APA538 2016-12-01/18:19


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