Nobelpreisträger Soyinka warf Green Card nach Trump-Sieg weg

Washington (APA/AFP) - Der nigerianische Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka hat seine Ankündigung wahr gemacht, im Fall eines Siegs von...

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Washington (APA/AFP) - Der nigerianische Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka hat seine Ankündigung wahr gemacht, im Fall eines Siegs von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl seine Green Card wegzuwerfen und die USA zu verlassen. Kurz vor der Wahl am 8. November hatte der 82-jährige Schriftsteller mitgeteilt, dann seinen ständigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten aufzugeben.

Damit wollte er besonders gegen Trumps harte Haltung gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen protestieren. Der rechtspopulistische Immobilien-Tycoon Trump hatte im Wahlkampf dafür geworben, mindestens rund die Hälfte der insgesamt elf Millionen Einwanderer ohne Aufenthaltstitel abzuschieben und entlang der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu errichten.

Soyinka sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag am Rande einer Konferenz in der Universität von Johannesburg, er habe getan, was er angekündigt habe. Er sei „weg aus den USA“ und zurück in seiner Heimat Nigeria. Die Erwartung, was Trumps Präsidentschaft bringen werde, habe ihn mit „Grauen „erfüllt.

Soyinka zählt zu den führenden Autoren, Intellektuellen und Bürgerrechtlern Afrikas. 1986 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen. Er lehrte regelmäßig an Universitäten in den USA. Während des nigerianischen Bürgerkriegs von 1967 bis 1970 setzte er sich für einen Frieden zwischen den Konfliktparteien ein und war 22 Monate lang inhaftiert.

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