Medizinsoftware-Firma Compugroup übernimmt Agfa nicht

Frankfurt/Koblenz (APA/Reuters) - Aus der Übernahme des belgischen Grafik- und Druck-Spezialisten Agfa-Gevaert durch die deutsche Medizinsof...

Frankfurt/Koblenz (APA/Reuters) - Aus der Übernahme des belgischen Grafik- und Druck-Spezialisten Agfa-Gevaert durch die deutsche Medizinsoftware-Firma Compugroup wird nichts. Man habe sich am Donnerstag geeinigt, die Verhandlungen nicht fortzuführen, teilten beide Unternehmen am Abend mit. Eine Begründung für das Scheitern wurde nicht genannt.

Agfa hatte sich vor drei Wochen auf Gespräche mit dem Koblenzer Unternehmen eingelassen, sich aber vorbehalten, parallel nach anderen Käufern zu suchen. Compugroup bekam deshalb nur begrenzten Einblick in die Agfa-Bücher.

Das ehemals deutsche, mittlerweile im belgischen Mortsel ansässige Unternehmen ist an der Börse 725 Millionen Euro wert. Compugroup kommt auf einen Börsenwert von zwei Milliarden Euro. Am Donnerstag verloren Agfa 2,3 Prozent, Compugroup stiegen um 1,1 Prozent.

Der Spezialist für Software für Ärzte und Apotheker mit 4.300 Mitarbeitern war Ende Oktober auf die deutlich umsatzstärkere Agfa zugegangen. Allerdings hatten Analysten gefürchtet, dass sich das Koblenzer Familienunternehmen mit dem Zukauf übernehmen könnte. Agfa-Gevaert kam in den ersten neun Monaten auf einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro (minus fünf Prozent). Das Geschäft mit der Gesundheitsbranche, das zu Compugroup gepasst hätte, macht davon aber nur 800 Millionen Euro aus. Compugroup erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen einen Umsatz auf 407 Millionen Euro, ist aber deutlich profitabler.

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