Panoramaweg gesichert, eine Mio. € für Beschneiung

Ein „schwieriges Jahr“ beschert dem Imst Tourismus ein Winterminus und ein Sommerplus, für den Panoramaweg gab’s nun grünes Licht.

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Von Hubert Daum

Mils b. I. –„Es war ein schwieriges Jahr mit sehr spätem Start des Skigebietes Hoch-Imst und den Wetterkapriolen im Sommer, wo unter anderem die Rosengartenschlucht gesperrt werden musste.“ So eröffnete der Obmann Hannes Staggl die Vollversammlung des hiesigen TVB Imst Tourismus. Ein gut besuchtes Auditorium ließ mit den Referenten das abgelaufene Tourismusjahr Revue passieren, das in der Gesamtretrospektive „ein gutes“ war.

Im Winter fuhren die neun vereinten Gemeinden zwar ein Nächtigungsminus von vier Prozent ein, der Sommer verzeichnete hingegen einen Zuwachs von 4,4 Prozent. Mit über 445.000 Nächtigungen liegt man immerhin 1,5 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2014/15, die Aufenthaltsdauer nimmt mit 2,7 Tagen allerdings tendenziell ab. Wenn auch der Obmann den Herbst als „Retter“ darstellte, so blickte man auch auf erfolgreiche Events im Frühjahr und Sommer zurück.

GF Michael Mattersberger ist immer noch sichtlich stolz auf sein „Baby“, den ersten Imster Radmarathon: „Das hat uns keiner zugetraut. An dem werden wir festhalten.“ Darüber hinaus gebe es Gespräche über einen Gemeinschaftscup mit dem Kufsteinmarathon und dem Dreiländergiro. Als sportliches Spitzen-Event werden nach wie vor die internationalen Radrennen Tour-Transalp und Bike-Transalp gesehen. Als erste Location in Österreich fungierte man als Startdestination. Staggl: „Hier konnten wir viele zusätzliche Nächtigungen lukrieren.“ Das Highlight des Abends allerdings war die Meldung, dass der Panoramaweg vom Fernpass bis nach Landeck, an dem seit 2011 gebastelt wird, realisiert werden kann: „Der positive Bescheid ist rechtskräftig, jetzt können wir bauen.“

Aufsichtsratsvorsitzender Josef Huber bezeichnet diese Meldung als „super“, weiß allerdings um das Investitionsvolumen: „Zusätzlich zum Panoramaweg investieren wir in die neue Beschneiungsanlage Hoch-Imst insgesamt rund eine Million Euro, dann müssen wir a bissl sparen.“ Die von Steuerberater Bernhard Siess präsentierte Jahresrechnung weist einen Verlust von knapp über 72.000 Euro auf, dies sei so geplant gewesen. Die Budgetplanung 2016/17 weist gar 397.000 Euro mehr Ausgaben als Einnahmen aus. Staggl: „Der Panoramaweg und die Asphaltierungen am Inntaler Radweg werden ca. 180.000 Euro verschlingen, außerdem investieren wir 30.000 Euro in den neuen Mitgliedsort Nassereith.“ Der Obmann ist überzeugt, dass sich die größer dimensionierte Beschneiung lohnen wird. GF Mattersberger hatte noch eine brandneue Meldung auf Lager: „Erstmals werden wir 2017 ein großes Event im Orientierungslauf organisieren. Hier erwarten wir an die 1500 Teilnehmer.“


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