Burgenland-Sicherheitspartner: Tschürtz sieht positive Zwischenbilanz

Eisenstadt (APA) - Seit Mitte Oktober läuft in neun burgenländischen Gemeinden das Projekt „Sicherheitspartner“. Am Freitag zog der Initiato...

Eisenstadt (APA) - Seit Mitte Oktober läuft in neun burgenländischen Gemeinden das Projekt „Sicherheitspartner“. Am Freitag zog der Initiator, Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ), eine Zwischenbilanz: Insgesamt wurden bisher von den Sicherheitspartnern 149 Beschädigungen bzw. Mängel sowie 161 offene Türen und Fenster gemeldet. „Es gab mittlerweile bereits acht Meldungen an die Polizei“, so Tschürtz.

So sei zum Beispiel eine ältere Frau in der Wohnung gestürzt. Ihr Mann rief um Hilfe, der Sicherheitspartner habe der Frau geholfen. Mit der Initiative seien „19 Arbeitsplätze für Burgenländer“ geschaffen worden.

Die Zusammenarbeit mit Gemeindevertretern sei „sehr gut“. Auch das Feedback seitens der Bevölkerung in den Pilotgemeinden sei positiv, meinte Tschürtz.

Die Tätigkeit der Sicherheitspartner in den Gemeinden sei mit der Polizei und den Bürgermeistern abgestimmt, erläuterte Projektleiter Christian Spuller. Dabei sei der Wunsch aufgetaucht, dass die Sicherheitspartner neben Gemeindeämtern und Bauhöfen beispielsweise auch Feuerwehrhäuser, Schulen und Kindergärten kontrollieren sollen.

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Langfristig könnten durch das Projekt „vielleicht sogar 50 oder 100 Arbeitsplätze entstehen“, glaubt Tschürtz. Derzeit betreut ein Sicherheitspartner jeweils drei Gemeinden rund um die Uhr. Eine Schicht dauert acht Stunden, Frauen sind in der Nacht nicht unterwegs. Anhand von 121 „Stichstellen“ in den Gemeinden, die täglich angefahren werden müssen, lasse sich dokumentieren, „dass dieser Sicherheitspartner wirklich unterwegs ist“.

Der Landeshauptmannstellvertreter verwies darauf, dass es sich bei dem auf ein Jahr angelegten Pilotprojekt um eine Erprobungsphase handle. Es gebe „vier bis fünf Varianten“, die getestet werden müssten. Das Projekt soll nächstes Jahr verstärkt - und „vielleicht kreativer“ - fortgesetzt werden.

Einige Dienste der Sicherheitspartner sind kostenpflichtig: So soll Objektaufsicht im Urlaub des Besitzers bei einer Kontrolle täglich 24 Euro pro Woche sowie bei einer Kontrolle am Tag und einer weiteren in der Nacht wöchentlich 42 Euro kosten.

Für hilfsbedürftige Menschen will man in der Pilotphase einen Einkaufs- und Apothekendienst sowie zwei Servicebesuche pro Woche kostenlos anbieten, weil es sich um eine soziale Leistung handle, sagte Spuller. Geplant sei auch, dass die Gemeinden einen Beitrag zum Einsatz der Sicherheitspartner leisten sollen.

Die Kosten des einjährigen Pilotprojekts belaufen sich für das Land Burgenland auf eine halbe Million Euro. Wieweit die entgeltlichen Dienste zur Finanzierung beitragen, lasse sich noch nicht sagen.

~ WEB http://www.fpoe.at ~ APA217 2016-12-02/11:46


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