Österreich: Anteil der Menschen mit Behinderung über EU-Schnitt

Besonders stark davon betroffen sind Frauen und Menschen, die über wenig Einkommen verfügen.

Symbolbild.
© PantherStock

Brüssel – Der Anteil der Menschen mit Behinderungen in Österreich liegt über dem EU-Durchschnitt. Jeder Dritte Österreicher ab 16 Jahren gab 2015 an, von „seit langem bestehenden Einschränkungen betroffen zu sein“, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Europaweit liegt der Wert im Durchschnitt bei 25,3 Prozent. Besonders stark betroffen sind davon Frauen und die Ärmsten.

Österreich liegt mit 33,1 Prozent gemeinsam mit Finnland hinter Lettland (38,4), Portugal (36,1), Kroatien (35,1) und Estland (35,0) auf dem fünften Platz. In Malta und Schweden war der Anteil der „seit langem bestehenden Einschränkungen gemäß Selbstangabe“ mit 9,7 bzw. 11,1 Prozent am niedrigsten.

In allen EU-Mitgliedstaaten lag der Wert bei den Frauen höher als bei den Männern. Am größten war die Differenz in Portugal mit 41,0 zu 30,6 Prozent; am niedrigsten in Deutschland mit 21,7 zu 20,6 Prozent. Im EU-Durchschnitt betrug die Spanne 4,5 Prozent - Österreich lag mit 3,9 Prozent Unterschied zwischen Frau und Mann damit im Mittelfeld.

Ähnliches Bild beim Einkommen

Beim Einkommen zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Fast ein Drittel der Ärmsten - 20 Prozent mit dem niedrigsten Einkommen - in der EU fühlen sich behindert. Während es bei den Reichsten - 20 Prozent mit dem höchsten Einkommen - lediglich knapp ein Fünftel waren. In Österreich waren es 40 Prozent bei den Ärmsten und 24,6 bei den Reichsten. Den größten Unterschied gab es hier in Estland mit 33,5 Prozentpunkten; den niedrigsten in Rumänien mit 11,3. (APA)

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