Wiener Börse (Mittag) - ATX tendiert weiter im Minus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Freitag im Mittagshandel weiter schwächer tendiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.504,05 Punkten err...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Freitag im Mittagshandel weiter schwächer tendiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.504,05 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 19,37 Punkten bzw. 0,77 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,90 Prozent, FTSE/London -0,86 Prozent und CAC-40/Paris -1,24 Prozent.

Zum Wochenausklang gilt die Aufmerksamkeit der Anleger vor allem den USA: „Das Highlight im heutigen Kalender wird der US-Arbeitsmarkbericht für November sein“, kommentieren die Analysten von Nordea Markets. Danach dürften die Blicke wieder nach Europa zur Politik schweifen, wie der Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets sagt: „Nicht nur das Verfassungsreferendum in Italien, sondern auch die Wahl des Bundespräsidenten in Österreich wird von den Anlegern genau beobachtet“.

Was den US-Arbeitsmarktbericht angeht, ist er für die Anleger vor allem für die künftige Linie der US-Geldpolitik von Bedeutung. Eine Zinserhöhung beim nächsten Treffen der Notenbank Fed am 13. und 14. Dezember gilt am Markt als so gut wie fix: „Mit einer Arbeitslosenquote von unter 5,0 Prozent und einem fortgesetzten Anstieg der Stundenlöhne gibt es für die US-Notenbank keinen Grund, die Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte hinauszuzögern“, kommentieren die Analysten der Helaba.

Auf Unternehmensseite rückten die UNIQA in den Mittelpunkt. Der Versicherer verkauft seine Italien-Tochter UNIQA Assicurazioni SpA um 295 Mio. Euro an die italienische Societa Reale Mutua di Assicurazioni. Die Transaktion ist nach Unternehmensangaben Teil der im Jahr 2011 gestarteten Strategie UNIQA 2.0, die eine Konzentration auf die Kernmärkte Österreich und Zentral- und Osteuropa vorsieht. Die UNIQA-Aktie stieg im Mittagshandel um 0,63 Prozent und gehörte damit zu den größten Gewinnern im ATX.

Noch deutlicher fiel das Plus nur bei Schoeller-Bleckmann aus (plus 1,07 Prozent auf 71,61 Euro). Für die Titel des Ölfeldausrüsters ging es damit weiter aufwärts, nachdem sie bereits zuvor zwei Handelstage in Folge jeweils um die sechs Prozent zugelegt hatten. Ausgelöst hatte den starken Kursanstieg die Einigung des Ölkartells OPEC auf Produktionskürzungen.

Belastet wurde der heimische Leitindex hingegen von den klaren Verlusten der Bankaktien Raiffeisen (minus 1,76 Prozent auf 17,28 Euro) und Erste Group (minus 1,39 Prozent auf 26,29 Euro). Weiter abwärts ging es außerdem für Do&Co mit einem deutlichen Minus von 1,97 Prozent auf 53,78 Euro. Die Titel des Cateringunternehmens setzten damit ihre bereits mehrere Monate andauernde Talfahrt fort. Seit April dieses Jahres haben sie ungefähr die Hälfte ihres Wertes verloren.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.522,21 Punkten, das Tagestief lag kurz nach 10.10 Uhr bei 2.502,48 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,69 Prozent tiefer bei 1.269,47 Punkten. Im prime market zeigten sich 13 Titel mit höheren Kursen, 23 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.554.969 (Vortag: 2.032.769) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 62,73 (68,93) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 241.137 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,41 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA238 2016-12-02/12:12


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