Toppolitiker der französischen Linken mit Präsidentschaftsambitionen

Paris (APA/dpa) - Das Lager der politischen Linken Frankreichs präsentiert sich vor der Präsidentenwahl zersplittert. Es gibt zwar eine Vorw...

Paris (APA/dpa) - Das Lager der politischen Linken Frankreichs präsentiert sich vor der Präsidentenwahl zersplittert. Es gibt zwar eine Vorwahl, an der sich aber nicht alle Anwärter beteiligen werden.

Für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr stehen bei der französischen Linken wieder zahlreiche Politiker verschiedener Lager in den Startblöcken. Eine Übersicht wichtiger Anwärter.

MANUEL VALLS: Der 54-jährige Premierminister ist nach dem Verzicht von Präsident Francois Hollande auf eine zweite Amtszeit bei den regierenden Sozialisten in einer Favoritenrolle. Er ist noch kein offizieller Bewerber, hat aber mehrfach deutlich gemacht, dass er dafür bereit ist. Der frühere Innenminister wird dem rechten Flügel der Partei zugeordnet.

ARNAUD MONTEBOURG: Der ebenfalls 54 Jahre alte Ex-Industrieminister ist Kandidat und will bei der Vorwahl der Linken im Jänner kommenden Jahres antreten. Er zählt zum linken Flügel der Sozialisten. Hollande hatte ihn 2012 zum Minister gemacht, zwei Jahre später flog Montebourg aber nach Kritik an der Sparpolitik aus der Regierung.

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EMMANUEL MACRON: Der frühere Wirtschaftsminister erklärte bereits seine Kandidatur, will aber nicht an der Vorwahl der Linken teilnehmen. Der 38-Jährige hatte im April eine eigene politische Bewegung gegründet, die er „weder rechts noch links“ positionierte. Ende August verließ er die sozialistische Regierung.

JEAN-LUC MELENCHON: Der Linken-Führer tritt 2017 wieder an, stellt sich aber nicht der Vorwahl. Er vertritt seine Bewegung „France insoumise“ (Nicht unterdrücktes Frankreich) und wird von der kommunistischen Partei PCF unterstützt. Zuletzt nahm der redegewandte 65-Jährige vor allem den Spitzenkandidaten der Konservativen, Francois Fillon und dessen Vorschläge für die Arbeits- und Sozialpolitik ins Visier. Melenchon ist auch ein harter Kritiker der deutschen Sparpolitik.

YANNICK JADOT: Der EU-Abgeordnete führt die Grünen in den Präsidentschaftswahlkampf. Er gewann eine Vorwahl seiner Partei, der Linken-Vorwahl will sich der 49-Jährige hingegen nicht stellen. Jadot gilt als Gegner der transatlantischen Freihandelsverträge CETA (EU/Kanada) und TTIP (EU/USA).

(Grafik 1300-16, 88 x 70 mm)


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