Europas Leitbörsen zu Mittag weiterhin im roten Bereich

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich zu Mittag weiterhin mit Verlusten präsentiert. Der 50 führende Unternehmen der...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich zu Mittag weiterhin mit Verlusten präsentiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 1,17 Prozent auf 2.995,47 Einheiten. Der in Frankfurt notierte DAX gab 0,89 Prozent auf 10.439,92 Punkte ab. Der britische Leitindex FT-SE-100 zeigte sich mit minus 0,97 Prozent auf 6.687,05 Zähler.

Der heutige Handelstag steht im Zeichen des sehr wahrscheinlichen US-Zinsschrittes, des Italien-Referendums und der Bundespräsidentenwahl in Österreich. Dabei dürften die heutigen US-Arbeitsmarktdaten bei einem positiven Ausfallen eine Anhebung des Zinssatzes bekräftigen. Diese werden gegen 14.30 Uhr veröffentlicht werden.

Das Italien-Referendum, welches genau wie österreichische Bundespräsidentenwahl am kommenden Sonntag stattfindet, dürfte zeigen in welche Richtung sich Europa künftig entwickeln dürfte. Eine EU-kritische Politik dürfte künftig zu weiteren Kursverlusten an den Aktienmärkten führen, erwarten Marktteilnehmer.

Auch die Erzeugerpreise in der Eurozone im Oktober standen heute auf dem Programm. Diese sind zum Vormonat überraschend stark gestiegen. Sie seien um 0,8 Prozent geklettert, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat mit.

Bei den Einzelwerten wurden kaum unternehmensspezifische Daten veröffentlicht. Viel mehr dürfte die vorsichtige Haltung der Anleger vor den nächsten, ereignisreichen Wochen die Börsenbarometer nach unten gedrückt haben. Um 12.15 befanden sich bis auf zwei Werte (Adidas mit plus 0,33 Prozent und Unibail-Rodamco mit plus 0,20 Prozent) alle Komponenten des Euro-Stoxx-50 im roten Bereich. Angeführt wurde das Feld der Verlierer von den Aktien der ING mit einem Minus von 2,51 Prozent. Zweitletzter waren die Aktien des Medienunternehmens Vivendi (minus 2,36 Prozent).

Auch in London befand sich der größte Teil der FT-SE-100-Werte im Verlustfeld. Angeführt wurden die Verlierer von Aktien des Bergbaukonzerns BHP Billiton mit einem satten Minus von 3,81 Prozent. Antofagasta und Rio Tinto zeigten sich auch klar im mit einem Minus von über zwei Prozent in der Verlustzone. Angesichts eines erneut fallenden Ölpreises machten sowohl BP mit einem Minus von rund 1 Prozent als auch die Aktien von Royal Dutch Shell mit minus 1,7 Prozent keine gute Figur.

Die Berkeley Group konnte dem negativ Trend in London trotzen. Das Unternehmen gab bekannt, im ersten Halbjahr seinen Vorsteuergewinn um 34 Prozent gesteigert zu haben. Die Aktien des Unternehmens stiegen um satte 4,72 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA262 2016-12-02/12:42


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