„2016 war das Jahr des Blitzes“

Bei Opel zeigen alle Zeichen aufwärts: Warum es der Marke wieder gut geht und womit sie im kommenden Jahr punkten will, zeigte die Jahrespressekonferenz.

Opel-Österreich-Geschäftsführer Alexander Struckl blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück – und erwartet 2017 eine weitere Steigerung.
© Opel

Von Stefan Pabeschitz

Wien –Aus der Sicht von Opel war 2016 ein tolles Jahr. Insgesamt wird sich eine sichere Nummer zwei in der Zulassungsstatistik ausgehen, vor Skoda und dem heuer etwas abgeschlagenen bisherigen Verfolger Hyundai. Das Kompakt-SUV Mokka und der Minivan Meriva sind in ihrem Segment jeweils die Nr. 1, der Astra heimste 2016 die Trophäe als Auto des Jahres ein und ist die Nr. 2 in der Verkaufshitparade der kompakten Pkw.

Die Opel-Händler können eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent verbuchen, was nicht gleich der Steigerung bei verkauften Autos ist – auch der vermehrte Griff der Kunden zu höheren Ausstattungen und Zubehör schlägt sich hier positiv nieder. In den Zulassungen selbst hält die Marke aus Rüsselsheim derzeit bei einem Plus von zwei Prozent gegenüber 2015 und wird diesen Zuwachs auch bis zum Jahresende halten.

Opel-Österreich-Geschäftsführer Alexander Struckl kündigt für 2016 auch ein positives Ergebnis für den österreichischen Automobilmarkt insgesamt an: „Wir erwarten 2016 mit zirka 325.000 Neuzulassungen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr und gehen auch davon aus, dass dieser Trend 2017 anhalten wird. Das kommende Jahr könnte damit zum zweitbesten der österreichischen Automobilbranche aller Zeiten werden.“ Etwa 24.000 dieser Neuzulassungen dürfte heuer Opel auf sich verbuchen. Bis 2014 litt die Traditionsmarke noch unter serienweise falschen Konzernentscheidungen. Erst torpedierten die hauseigenen Billig-Angebote von Chevrolet die eigene Marktposition, und in der Wirtschaftskrise war Mutter GM die amerikanische Hose näher als das europäische Hemd. Schließlich öffneten sich in Detroit doch die richtigen Türen zur Stärkung der Marke: Das Abziehen von Chevrolet aus Europa, die Öffnung der Märkte in Südamerika und Australien, das Zugestehen eigener technischer Lösungen und selbstständiger Modellpolitik.

2017 dürfte erstmals das angestrebte Ziel von 1,2 Millionen produzierten Fahrzeugen erreicht werden, wobei die Entwicklung des Schlüsselmarktes England, wo die Opel unter dem Namen Vauxhall firmiert, hierfür ausschlaggebend sein wird. Das kommende Modelljahr bringt für die Marke einige entscheidende Neuheiten: Im zweiten Quartal startet der Nachfolger des Insignia mit sportlichem Design und zahlreichen Oberklasse-Features – er soll Opels künftige Visitenkarte für den Eintritt ins Premium-Segment werden.

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Gegenüber dem Vorgänger sind 92 Millimeter mehr Radstand und 175 Kilo weniger Gewicht angekündigt, dazu feine Details wie Matrix-LED-Licht und ein neuer Allradantrieb. Eine klassische Limousine wird es nicht mehr geben, sondern einen Grand Sport genannten, fünftürigen Hatchback plus natürlich den Kombi mit Namen Sports Tourer. Dessen Ableger Country Tourer mit Offroad-Look und -Tauglichkeit folgt im Spätherbst, etwa zeitgleich mit Opels Kompakt-SUV-Crossover Grandland X.

Schon im Sommer die Meriva-Ablöse durch den Crossland X, der ebenfalls mehr in Richtung SUV-Cossover tendieren wird. Für Elektro-Fans dürfte der Ampera-e das Highlight des Jahres 2017 werden: Mit theoretisch 500 Kilometern und in der Praxis etwa 380 Kilometern Reichweite setzt sich der kompakte Elektroflitzer vorerst an die Spitze im Strom-Segment.


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