Wiener Börse (Nachmittag) - ATX rutscht weiter ab

Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Freitag am Nachmittag tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.500,83 Punk...

Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Freitag am Nachmittag tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.500,83 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 22,59 Punkten bzw. 0,90 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,99 Prozent, FTSE/London -0,68 Prozent und CAC-40/Paris -1,26 Prozent.

Zum Wochenausklang gilt die Aufmerksamkeit der Anleger vor allem den USA: „Das Highlight im heutigen Kalender wird der US-Arbeitsmarkbericht für November sein“, kommentieren die Analysten von Nordea Markets. Danach dürften die Blicke wieder nach Europa zur Politik schweifen, wie der Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets sagt: „Nicht nur das Verfassungsreferendum in Italien, sondern auch die Wahl des Bundespräsidenten in Österreich wird von den Anlegern genau beobachtet“.

Was den US-Arbeitsmarktbericht angeht, ist er für die Anleger vor allem für die künftige Linie der US-Geldpolitik von Bedeutung. Eine Zinserhöhung beim nächsten Treffen der Notenbank Fed am 13. und 14. Dezember gilt am Markt als so gut wie fix: „Mit einer Arbeitslosenquote von unter 5,0 Prozent und einem fortgesetzten Anstieg der Stundenlöhne gibt es für die US-Notenbank keinen Grund, die Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte hinauszuzögern“, kommentieren die Analysten der Helaba.

Auf Unternehmensseite rückten die UNIQA in den Mittelpunkt. Der Versicherer verkauft seine Italien-Tochter UNIQA Assicurazioni SpA um 295 Mio. Euro an die italienische Societa Reale Mutua di Assicurazioni. Die Transaktion ist nach Unternehmensangaben Teil der im Jahr 2011 gestarteten Strategie UNIQA 2.0, die eine Konzentration auf die Kernmärkte Österreich und Zentral- und Osteuropa vorsieht. Die UNIQA-Aktie stieg im Verlauf um 0,55 Prozent auf 6,55 Euro und gehörte damit zu den größten Gewinnern im ATX.

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In einer ähnlichen Größenordnung ging es für Schoeller-Bleckmann aufwärts (plus 0,64 Prozent auf 71,30 Euro). Die Titel des Ölfeldausrüsters stiegen damit weiter, nachdem sie bereits zuvor zwei Handelstage in Folge jeweils um die sechs Prozent zugelegt hatten. Ausgelöst hatte den starken Kursanstieg die Einigung des Ölkartells OPEC auf Produktionskürzungen.

Belastet wurde der heimische Leitindex hingegen von den klaren Verlusten der Bankaktien Raiffeisen (minus 2,87 Prozent auf 17,09 Euro) und Erste Group (minus 1,14 Prozent auf 26,35 Euro). Der Bankensektor gehörte im Verlauf europaweit zu den schwächsten Branchen.

Weiter abwärts ging es außerdem für Do&Co mit einem deutlichen Minus von 4,16 Prozent auf 52,58 Euro. Die Titel des Cateringunternehmens setzten damit ihre bereits mehrere Monate andauernde Talfahrt fort und notierten so tief wie zuletzt im November 2014. Seit April dieses Jahres haben sie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Handelsbeginn bei 2.522,21 Punkten, das Tagestief lag um etwa 14.10 Uhr bei 2.498,67 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,80 Prozent bei 1.268,03 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 14 Titel mit höheren Kursen, 24 mit tieferen und zwei unverändert.

Bis dato wurden im prime market 3.696.361 (Vortag: 3.060.334) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 98,85 (104,89) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 365.958 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 12,71 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA334 2016-12-02/14:32


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