Barca fordert hartes Vorgehen der Steuerbehörden gegen Ronaldo

Der portugiesische Superstar soll Einnahmen aus Bildrechten mit Hilfe eines Unternehmens in Irland am spanischen Finanzamt vorbeigeschleust haben.

Geht es nach Barcelona, soll Cristiano Ronaldo das Lachen bald vergehen.
© Reuters

Barcelona - In Zusammenhang mit Medienberichten über ein angebliches Steuervergehen von Cristiano Ronaldo hat der FC Barcelona ein „unerbittliches“ Vorgehen der zuständigen Behörden gegen den Fußball-Stürmerstar von Real Madrid gefordert. Man erwarte, dass die Staatsanwaltschaft und das Finanzamt in Spanien nun gegen Ronaldo „genauso unerbittlich wie seinerzeit gegen Lionel Messi vorgehen“, hieß es. Barcelonas Vizepräsident Carles Vilarrubi sagte dies am Freitag im Interview mit dem Radiosender „Rac.1“.

Die gewöhnlich gut informierte Online-Zeitung „El Confidencial“ und andere Medien hatten am Donnerstag berichtet, Ronaldo (31) habe seine Einnahmen aus Bildrechten mit Hilfe eines Unternehmens in Irland jahrelang am spanischen Fiskus vorbeigeschleust. Inzwischen gab es eine Reaktion des Managers des Portugiesen: Der Profi sei seinen Steuerverpflichtungen nachgekommen, sagte Jorge Mendes.

Wegen Hinterziehung von 4,1 Millionen Euro war Messi (28) im Juli vom Landgericht in Barcelona zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. Der Argentinier legte darauf beim Obersten Gericht Einspruch ein. Die Anwälte betonten, Messi habe alle geforderten Beträge zurückgezahlt. Ärger mit den Steuerbehörden hatten in jüngster Zeit zahlreiche Profis der Primera Division, darunter auch Messis Teamkollegen Javier Mascherano und Neymar. Auch Ex-National-Keeper Iker Casillas und der im August 2014 von Real zu Bayern München gewechselte Ex-Nationalspieler Xabi Alonso hatten Probleme mit den Behörden. (APA)


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