BP-Wahl: Viel geringeres Interesse an Wahlkarten - in Tirol und Linz

Wien (APA) - Bei der Stichwahl-Wiederholung werden offenbar deutlich weniger Wahlberechtigte die Möglichkeit der Briefwahl nützen als beim e...

Wien (APA) - Bei der Stichwahl-Wiederholung werden offenbar deutlich weniger Wahlberechtigte die Möglichkeit der Briefwahl nützen als beim ersten Wahltermin im Mai. Die ersten veröffentlichten Zahlen - für Tirol und die Stadt Linz - zeigen, dass für den Dezember-Termin um ein Fünftel weniger Wahlkarten beantragt wurden als für die Wahl am 22. Mai.

Die Meinungsforscher haben damit gerechnet, dass das Interesse an den Wahlkarten sinken dürfte - schon allein deshalb, weil die aufgehobene Stichwahl an einem sommerlich-warmen Wochenende Ende Mai stattfand, das wohl viele für Ausflüge nützten. Im Advent ist die Zahl der Verreisten sicherlich geringer.

Am 22. Mai hatte die Zahl der Briefwähler (mehr als 766.000) Rekordniveau erreicht, und den Wahlausgang umgedreht: Am Sonntag war FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, am Montag Alexander Van der Bellen (Grüne) Erster. Denn das bekannte Muster ging auch da auf: Die Grünen schneiden bei den Briefwähler überdurchschnittlich gut, die FPÖ deutlich schlechter ab als bei den Urnenwählern.

In Tirol wurden für den 4. Dezember 49.417 Wahlkarten ausgestellt, während es im Mai 61.010 waren. In der Stadt Linz wurden für die Wiederholung um 19 Prozent weniger Wahlkarten ausgeschickt. Das sind um 4.300 weniger und damit genau 18.384. In Anbetracht dieser rückläufigen Zahl hat Bürgermeister Klaus Luger Freitagnachmittag die Linzer aufgerufen, „auf jeden Fall von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“.


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