Adama Barrow - Vom Polit-Neuling zum Präsidenten

Banjul (APA/dpa) - Über den künftigen Staatschef von Gambia ist nur wenig bekannt: Als Adama Barrow ankündigte, er werde bei den Präsidenten...

Banjul (APA/dpa) - Über den künftigen Staatschef von Gambia ist nur wenig bekannt: Als Adama Barrow ankündigte, er werde bei den Präsidentenwahlen gegen Langzeit-Machthaber Yahya Jammeh antreten, war der 51-Jährige selbst in dem westafrikanischen Land eine unbekannte Größe.

Bisher fungierte Barrow, ein Fußballfan und Mann der leisen Töne, als Schatzmeister der oppositionellen Vereinigten Demokratischen Partei (UDP). Bei den Parlamentswahlen 2007 war er Kandidat der UDP im Wahlbezirk Jimara, gewann aber kein Mandat.

Popularität erlangte er im Wahlkampf mit seinem Versprechen, die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der islamischen Republik wieder herzustellen und im Falle seines Wahlsieges alle politischen Gefangenen freizulassen. Zudem versprach er große Investitionen in die Landwirtschaft des verarmten Landes. Die 1,9 Millionen Einwohner Gambias leben mehrheitlich von der Landwirtschaft, Hauptexport sind Erdnüsse. Vor allem bei den großteils arbeitslosen jungen Bevölkerungsteilen ist Barrow extrem beliebt. Mehrere Oppositionsparteien unterstützen ihn.

Barrow, der in den frühen 2000ern für einige Jahre Immobilienmanagement in London studierte, ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Sein Studium hatte er mit einem Job als Wachmann finanziert. Nach seinem Abschluss kehrte er in seine Heimat zurück und gründete 2006 seine eigene Immobilienfirma. Geboren wurde Barrow 1965 in einem kleinen Dorf im Osten des Landes. Er ist Muslim, verheiratet mit zwei Frauen und hat fünf Kinder.

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