Zürcher Börse schließt fester

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit leichten Gewinnen aus der Sitzung gegangen, dennoch kam es auf Wochensic...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit leichten Gewinnen aus der Sitzung gegangen, dennoch kam es auf Wochensicht zum zweiten Verlust in Folge. Im frühen Geschäft verzeichneten schweizer Aktien klare Verluste, welche vor allem mit der Nervosität im Zusammenhang mit der Abstimmung von diesem Wochenende in Italien zusammenhingen.

Ein besser als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktbericht aus den USA brachte am Nachmittag dann noch etwas Unterstützung, worauf die Aktien über das Schlussniveau des Vortages kletterten. In Marktkreisen gilt unabhängig davon als ausgemacht, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen im Dezember ein zweites Mal seit der Finanzkrise erhöhen wird.

Im Fokus stand aber wie schon die Tage davor die am Sonntag anstehende Referendums-Abstimmung zu einer Regierungsreform in Italien. Diese und ebenso die Wahl eines neuen Bundespräsidenten in Österreich könnten Rechtspopulisten und Europakritikern Auftrieb verleihen. Eine Regierungskrise in Italien könnte zudem der ohnehin schwer angeschlagenen Wirtschaft des Landes weiter schaden - mit Folgen für die gesamte Eurozone. Die Vorsicht der Investoren im Vorfeld dieser Entscheide scheint angesichts der Überraschungen bei vergangenen Wahlen und Abstimmungen durchaus nachvollziehbar.

Der Swiss Market Index (SMI) zog um 0,06 Prozent auf 7.784,01 Punkte an. Im Wochenvergleich ergab sich trotzdem ein Minus von 1,2 Prozent. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verlor dagegen 0,07 Prozent auf 1.242,99 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,02 Prozent auf 8.526,58 Punkte. Unter den 30 wichtigsten Titeln schlossen 17 tiefer, 11 höher sowie Sonova und Geberit unverändert.

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Actelion verzeichneten nach volatilem Tagesverlauf einmal mehr die größte Veränderung, mit einem Plus von 4,4 Prozent. Hier ging das Rätselraten, ob es zu einem Deal mit dem US-Konzern Johnson & Johnson kommen könnte, weiter. Actelion-Chef und Großaktionär Jean-Paul Clozel werde keinesfalls das Steuer aus der Hand geben wollen, wurde am Markt erneut spekuliert. Selbst eine gemeinsame Gesellschaft mit J&J sei für den engagierten Manager nicht unbedingt erstrebenswert.

Unterstützung erhielt der Gesamtmarkt indes vor allem von den starken Nestlé (+1,0 Prozent), welche sich von den bisher in der Woche erlittenen Verlusten etwas erholten. Am Freitag hatte Goldman Sachs die Kaufempfehlung für Nestlé bestätigt.

Gesucht waren dahinter auch Swiss Re (+0,6 Prozent). Der Rückversicherer hat am Berichtstag einen Investorentag abgehalten und dabei die bisherigen Ziele bestätigt, ebenso die Absicht, weiteres Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.

Weitere Gewinner waren etwa Syngenta (+0,9 Prozent) und Givaudan (+0,7 Prozent) oder bereits mit etwas Abstand Swisscom (+0,4 Prozent), Swatch (+0,3 Prozent) und Richemont (+0,2 Prozent).

Von der allgemeinen Nervosität wurden CS (-2,0 Prozent) und UBS (-1,7 Prozent) am meisten nach unten gezogen, gefolgt von Schindler (-1,2 Prozent). Zu Credit Suisse sind vor dem Wochenende zahlreiche Analysen im Vorfeld des am Mittwoch anstehenden Investorentags eingegangen. Die Kaufempfehlung der Bank Vontobel für die Aktien der UBS fand keinen Niederschlag im Aktienkurs.

Belastet wurde der SMI insbesondere von den schwachen Roche (-0,7 Prozent), wogegen Novartis (-0,2 Prozent) lediglich minimal zurückgenommen wurden.

Zu den Verlierern gehörten auch Dufry (-1,0 Prozent), Clariant oder Galenica (je -0,8 Prozent).

~ ISIN CH0009980894 ~ APA494 2016-12-02/18:31


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