Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt ist es vor einem ereignisreichen Wochenende nur leicht nach unten gegangen. Anges...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt ist es vor einem ereignisreichen Wochenende nur leicht nach unten gegangen. Angesichts robuster Arbeitsmarktdaten aus den USA schloss der DAX am Freitag lediglich 0,20 Prozent tiefer bei 10.513,35 Punkten, nachdem er im frühen Handel noch um mehr als 1 Prozent abgesackt war. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 1,74 Prozent.

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen verlor am Freitag 0,55 Prozent auf 20.529,36 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDAX verabschiedete sich ebenfalls 0,55 Prozent tiefer bei 1.686,41 Punkten ins Wochenende.

Am Sonntag stehen mit dem Verfassungsreferendum in Italien und der österreichischen Bundespräsidentenwahl wichtige politische Ereignisse auf der Agenda, die seit Tagen für Zurückhaltung bei den Anlegern sorgen. Es geht die Sorge um, dass Euro-Skeptiker durch beide Abstimmungen Auftrieb erhalten. Wegen der steigenden politischen Risiken in Europa schichteten Anleger derzeit einen Teil ihrer Gelder in die USA um, schrieb Marktstratege Jasper Lawler vom Handelshaus CMC Markets.

Bankwerte litten besonders stark unter der Unsicherheit am Markt. So fielen die Aktien der Commerzbank am DAX-Ende um rund 2 Prozent. Schlusslicht im MDAX waren die Anteilsscheine der Deutschen Pfandbriefbank mit einem Minus von knapp 3 Prozent.

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Software-Papiere gerieten angesichts eines negativ aufgenommenen Ausblicks des US-Branchenvertreters Workday unter Druck: Während SAP 0,76 Prozent einbüßten, gaben die Aktien der Software AG im TecDAX um 0,65 Prozent nach.

Die Aktien des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor sackten am TecDAX-Ende um fast 5 Prozent ab, was ein Börsianer mit einem negativen Bericht zur Nachfrage nach dem neuen iPhone begründete. Dialog erzielt nach Analystenschätzungen rund 80 Prozent seines Umsatz mit dem iPhone-Hersteller Apple.

Die Anteilsscheine des Spezialmaschinenbauers Aixtron hingegen machten einen Großteil ihrer zwischenzeitlichen Verluste wieder wett und gaben am Ende nur um 0,73 Prozent nach. Kreisen zufolge will US-Präsident Barack Obama den geplanten Kauf durch den chinesischen Investor Grand Chip Investment mit einem Veto blockieren.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA496 2016-12-02/18:35


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