Blatt: Schäuble pocht auf Rückzahlung griechischer Schulden

Berlin/Athen (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat einem Medienbericht zufolge seine Ablehnung eines größeren Sc...

Berlin/Athen (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat einem Medienbericht zufolge seine Ablehnung eines größeren Schuldenerlasses für Griechenland bekräftigt. Der Rettungsfonds ESM arbeite an der Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen wie einer Verlängerung der Laufzeiten und Zinserleichterungen, berichtete die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) im Voraus unter Berufung auf eine Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion.

„Mittelfristig soll und kann erst nach der vollständigen Umsetzung des Programms im Jahr 2018 entschieden werden, ob und inwieweit weitere Maßnahmen notwendig sind, weil erst dann zuverlässiger der weitere Bruttofinanzbedarf Griechenlands eingeschätzt werden kann.“ Damit bleibt Schäuble auch im Streit mit dem Internationalen Währungsfonds über einen Schuldenerlass hart.

Am Montag kommen in Brüssel die Finanzminister der Euro-Zone zu einer möglicherweise entscheidenden Sitzung in der Frage zusammen. Der IWF hat bisher nicht entschieden, ob er sich an der weiteren Finanzierung Griechenlands beteiligt. Er hatte im Mai erhebliche Schuldenerleichterungen durch die Europäer zur Bedingung dafür gemacht, dass er an Bord bleibt. Die IWF-Beteiligung spielt auch eine Rolle, weil der deutsche Bundestag dem jetzigen Hilfsprogramm nur unter der Bedingung zustimmte, dass sich der Fonds beteiligt.


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