Segelflugzeug in Vorarlberg abgestürzt - Unfallursache geklärt

Hohenems/Wien (APA) - Eineinhalb Jahre nach einem tödlichen Flugzeugunglück in Hohenems hat die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes ih...

Hohenems/Wien (APA) - Eineinhalb Jahre nach einem tödlichen Flugzeugunglück in Hohenems hat die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes ihren Endbericht veröffentlicht. Laut Gutachten ist der Unfall - zwei Segelflugzeuge stießen zusammen - auf „eine zu späte Wahrnehmung der Kollisionsgefahr“ zurückzuführen. Das Kollisionswarngerät im abgestürzten Flugzeug war nicht eingeschaltet bzw. funktionierte nicht.

Im 24-seitigen Bericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle ist festgehalten, dass „ein eingeschaltetes bzw. funktionsfähiges Kollisionswarngerät des verunglückten Luftfahrzeuges den Unfall mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert“ hätte. Ob beim Gerät ein technisches Gebrechen vorlag oder ob der 59-jährige Pilot es ausgeschaltet hatte, ließ sich aufgrund der Zerstörung des Flugzeugs nicht mehr rekonstruieren. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle hielt aber auch fest, dass das Kollisionswarngerät „nicht an die Mindestausrüstung für Segelflugzeuge gebunden und rein optional ist“. Es lag also im Ermessen des Piloten, ob er ein solches Gerät verwendet oder nicht.

Das Flugzeugunglück hatte sich am 18. Mai des Vorjahres ereignet. Der 59-Jährige kollidierte in etwa 940 Meter Höhe mit dem Segelflugzeug eines 43-Jährigen. Zwar hätte der 43-Jährige theoretisch ausweichen müssen, laut Endbericht war er jedoch nicht in der Lage gewesen, das andere Luftfahrzeug zu sehen. Das Flugzeug des 59-Jährigen stürzte ab, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der 43-Jährige konnte landen und blieb unverletzt.


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