Pakistaner nach Großbrand in Textilfabrik 2012 in Bangkok in Haft

Bangkok/Islamabad (APA/AFP) - Mehr als vier Jahre nach einem tödlichen Großbrand in einer Textilfabrik in Pakistan ist in Thailand ein Verdä...

Bangkok/Islamabad (APA/AFP) - Mehr als vier Jahre nach einem tödlichen Großbrand in einer Textilfabrik in Pakistan ist in Thailand ein Verdächtiger festgenommen worden. Wie die thailändische Polizei am Samstag mitteilte, wurde der 46-Jährige am Freitagabend in einem Rotlichtbezirk in der Hauptstadt Bangkok gefasst.

Die Behörden reagierten demnach auf einen von Pakistan ersuchten Haftbefehl. Der Verdächtige werde nun so bald wie möglich nach Pakistan überstellt, hieß es.

Dem Festgenommenen wird vorgeworfen, einer kriminellen Bande anzugehören, die die Besitzer der Textilfabrik in der pakistanischen Hafenstadt Karachi erpresst haben soll. Nachdem diese Zahlungen in Höhe von umgerechnet rund 187.000 Euro verweigert hätten, sei die Fabrik angezündet worden, teilte die thailändische Polizei über den Fall mit. Bei dem Feuer im September 2012 waren 255 Menschen ums Leben gekommen. Hauptkunde der Fabrik war ein Zulieferer des deutschen Textildiscounters Kik.

Ursprünglich hatte alles auf einen Unfall hingedeutet. Eine Untersuchung des Brands kam zu dem Schluss, dass versperrte Notausgänge, schlechte Sicherheitsstandards und die große Anzahl der Arbeiter in der Fabrik zu der hohen Opferzahl führten.

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