Referendum in Italien - Hofer befürchtet keine Finanzturbulenzen

Rom/Wien (APA) - FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer befürchtet keine Turbulenzen auf den Finanzmärkten, sollte das „Nein“ beim Verfa...

Rom/Wien (APA) - FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer befürchtet keine Turbulenzen auf den Finanzmärkten, sollte das „Nein“ beim Verfassungsreferendum am morgigen Sonntag gewinnen. „Ich bin nie besorgt, wenn Personen entscheiden. In einer Demokratie entscheiden die Menschen immer das Richtige“, sagte Hofer im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Samstag.

Im Gegensatz zum deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble, der die Kampagne von Premier Matteo Renzi für das „Ja“ zur Verfassungsreform unterstützt hatte, will Hofer keine Position einnehmen. „Ich mische mich nicht ein. Ich tue das aus Respekt den italienischen Wählern gegenüber“, sagte der FPÖ-Kandidat.

Hofer sagte weiter, dass die EU Italien im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik nicht allein lassen dürfe. „Für Italien und Griechenland ist es sehr kompliziert, die EU-Außengrenzen allein zu kontrollieren. Die EU muss helfen. Nicht indem man die Grenzen schließt, sondern indem man sie besser kontrolliert. Ich schlage eine sichere Zone in Nordafrika vor, wo die Menschen Schutz finden können, wo man ihre Asylanträge in Ruhe prüfen kann“, so Hofer.

Lediglich Flüchtlinge, die Schutz brauchen, sollten auf sichere Weise nach Europa geführt werden. Dies würde den Schleppern das Geschäft ruinieren. „Flüchtlinge sollten jedenfalls nur befristet in Europa bleiben, solange der Notstand in ihrem Land besteht“, sage Hofer.

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Die Frage, ob ein „Öxit“ - Österreichs Austritt aus der EU - zu befürchten sei, beantwortete Hofer mit Nein. Er sei zwar gegen Brüssels Zentralismus, Europa müsse jedoch eng im Bereich Sicherheit und Verteidigung zusammenarbeiten. „Ich mag eine Politik, die die Bürger enger an ihr Land bindet, ohne jedoch Beziehungen zu anderen Ländern auszuschließen. Wir brauchen eine rationale Politik“, meinte Hofer.


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