Weihnachten - Weihnachtsgeld bringt oö. Handel in Schwung

Linz (APA) - In Oberösterreich hat am zweiten Einkaufssamstag das inzwischen am Konto eingetroffene Weihnachtsgeld den Handel in Schwung geb...

Linz (APA) - In Oberösterreich hat am zweiten Einkaufssamstag das inzwischen am Konto eingetroffene Weihnachtsgeld den Handel in Schwung gebracht. Die Frequenz sei am Samstag durchaus gut gewesen, so die Wirtschaftskammer Oberösterreich in einer Aussendung. Die Kunden würden aber vermehrt auch unter der Woche ihre Weihnachtseinkäufe erledigen.

„Die Linzer Innenstadt hat sich am Nachmittag erfreulich stark belebt“, sagte Franz Penz von Penz Mode in Linz. In einem anderen Linzer Bekleidungsgeschäft berichtete eine Verkäuferin: „Bei uns klingelt die Kassa schon seit dem Aufsperren, zu Mittag wurde es kurz ruhiger, aber jetzt am Nachmittag ging es wieder richtig los.“ Bei einem Diskonter waren kaum freie Parkplätze zu ergattern, auch die Einkaufswagen waren schon knapp. Die Kunden tätigten sichtlich die Monatseinkäufe - „für viele der erste Einkaufssamstag seit der Auszahlung des Weihnachtsgeldes“, erklärte sich das die Kassierin.

In einem Möbelgeschäft bevölkerten etliche Familien die Abteilung mit Christbaumschmuck und Weihnachtsdeko. An der Kassa gingen aber auch Grillbesteck, Teppiche und andere Einrichtungsgegenstände über den Ladentisch. Eine Frau kam, um Bettwäsche umzutauschen. Sie hatte sie als Geschenk für ihre Tochter gekauft - dabei aber doch nicht deren Geschmack getroffen.

Auch die Welser Kaufleute waren mit dem zweiten Einkaufssamstag zufrieden. „Das Wetter passt, die Frequenz ist trotz Messe-Konkurrenz gut. Die Leute haben Geld dabei, heute wird Geschäft gemacht“, so Peter Jungreithmair vom Stadtmarketing. Das Resümee deckte sich mit dem vom Stadtmarketing Steyr. Daniela Limberger sagte: „Vor allem das Schönwetter lockt die Kunden zusätzlich in die Stadt. Das Weihnachtsgeschäft hat bei uns richtig eingesetzt.“

Einige Geschäftsleute in Steyr bemerkten eine deutliche Steigerung im Vergleich zum ersten Einkaufssamstag, sahen aber „noch Luft nach oben“. Sie hätten bereits in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass die Leute immer später ihre Einkäufe für Weihnachten erledigen würden. „Der große Run setzt in der letzten Woche vor dem Heiligen Abend ein“, berichtete eine Verkäuferin. Diese Erfahrung deckt sich mit der Aussage von Anna Irrendorfer von Herrenmoden Bogart TextilhandelsgmbH in Perg: „Heute ist das Kundeninteresse bisher eher zögerlich, nach dem der ersten Einkaufssamstag erfreulich gut gelaufen ist. Aber diese Tendenz hatten wir bereits im Vorjahr, am dritten und vierten Einkaufssamstag wird dann meist noch stärker gekauft.“

In der PlusCity in Pasching, die erst kürzlich massiv erweitert worden ist, drängten sich trotz des nun größeren Platzangebots die Einkäufer. „Heute wird schon ganz ordentlich gekauft“, so PlusCity-Direktor Ernst Kirchmayr. Die Frequenz sei deutlich über dem zweiten Einkaufssamstag im Vorjahr gewesen und es wurde auch deutlich mehr als vor einer Woche am ersten Einkaufssamstag gekauft. Als einen Grund nannte Kirchmayr auch das in dieser Woche am Konto eingetroffene Weihnachtsgeld.

Sportsachen waren gefragt - „heuer gibt‘s wieder mehr Schnee, da muss ich die Kinder rechtzeitig vor den Ferien skimäßig einkleiden“, meinte ein Mann mit vollen Tragetaschen. Aber auch die Büchertische waren gut frequentiert. „Lesestoff kann halt jeder brauchen“, sagte eine Verkäuferin, die gerade die Bücherstapel wieder in Ordnung brachte. „Vor allem die Titel der Bestsellerlisten werden gerne genommen.“ Thermengutscheine, edle Schokolade und Kleidung aller Preisklassen werden ebenfalls gerne verschenkt. Wie immer vor Weihnachten eilten die Eltern scharenweise in die Spielzeuggeschäfte, während der Nachwuchs im Kinderland betreut wurde oder das Kino im Shoppingcenter besuchte.


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