Santiago de Cuba nahm Abschied von Fidel Castro

Der angeblich letzte Wille des verstorbenen Revolutionsführers ist es, dass auf Kuba keine Denkmäler für ihn errichtet werden.

Ein letztes "Adios" an den Comandante: Tausende Kubaner verabschiedeten sich.
© REUTERS

Santiago de Cuba – Zehntausende Menschen haben in Santiago de Cuba Abschied von dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro genommen. Auf dem Platz Antonio Maceo skandierten sie am Samstagabend (Ortszeit) „Fidel – Freund – das Volk ist bei dir“ und schwenkten kubanische Flaggen.

Zu der Trauerfeier waren unter anderen der venezolanische Präsident Nicolas Maduro, der bolivianische Staatschef Evo Morales und die brasilianischen Ex-Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva und Dilma Rousseff sowie die Fußballlegende Diego Maradona gekommen.

Am Sonntag soll der frühere Präsident in Santiago de Cuba beigesetzt werden. Die Stadt im Südosten der Karibikinsel gilt als Wiege der kubanischen Revolution. Castros Urne wurde in den vergangenen Tagen über 1000 Kilometer von der Hauptstadt Havanna nach Santiago de Cuba gebracht.

Keine Denkmäler für Fidel

Nach dem Tod von Fidel Castro sollen in Kuba keine Denkmäler für den kubanischen Revolutionsführer errichtet werden. Er habe ausdrücklich angeordnet, dass weder Monumente für ihn gebaut noch Straßen oder Institutionen nach ihm benannt werden sollen, sagte sein Bruder und Nachfolger Raul Castro bei der Trauerfeier am Samstag in Santiago de Cuba.

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„Der Revolutionsführer hat jeden Personenkult abgelehnt und war darin bis in seine letzte Lebensstunde konsequent“, sagte der Präsident. Tatsächlich wurde Castro bereits zu Lebenszeiten in Kuba kultisch verehrt. In den Schulen werden seine Ideen gelehrt, viele seiner Sprüche gehören in Kuba zum Allgemeingut. In zahlreichen öffentlichen Gebäuden hängen Fotos von ihm. Bei der Überführung der Urne des früheren Präsidenten von Havanna nach Santiago de Cuba wurden immer wieder Bilder des Revolutionsführers gezeigt. Im ganzen Land skandierten die Menschen „Ich bin Fidel, ich bin Fidel“. (APA/dpa)


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