Schwimmen: OSV schickt achtköpfiges Team ohne Erwartungsdruck zu WM

Windsor (Kanada) (APA) - Das internationale Schwimm-Jahr geht von Dienstag bis Sonntag mit den im Zweijahresrhythmus ausgetragenen Kurzbahn-...

Windsor (Kanada) (APA) - Das internationale Schwimm-Jahr geht von Dienstag bis Sonntag mit den im Zweijahresrhythmus ausgetragenen Kurzbahn-Weltmeisterschaften zu Ende. Erstmals ist Kanada Schauplatz von Welttitelkämpfen, Austragungsort ist eine sonst als Eishockey-Arena genutzte Halle in Windsor in Ontario. Österreich entsendet ein achtköpfiges Team, je vier Damen und Herren sind für insgesamt 24 Einsätze genannt.

Diesmal stand das OSV-Team seit längerem fest, als Basis für die Qualifikation wurden die Sommer-Events rund um Olympia in Rio genommen. Von den neun Nominierten musste Lisa Zaiser am Freitag, dem Tag der Anreise, wegen einer akuten Angina absagen. Sie wäre die einzige Aktive im erstmals von Neo-Sportdirektor Dario Taraboi begleiteten Aufgebot mit einem bereits erreichten Medaillengewinn gewesen.

Aber nicht nur deshalb ist der 16. WM-Medaillengewinn bzw. der zehnte auf der Kurzbahn eines Österreichers nicht zu erwarten, schon ein Finaleinzug wäre ein großer Erfolg. In den 50- und 100-m-Bewerben gilt es, das Semifinale zu erreichen. Wie groß die Chance ist, ist schwer einzuschätzen. Nach den Spielen haben etliche ihre Karriere beendet, dennoch gibt es eine Rekordnennung von fast 1.000 Aktiven aus rund 170 Nationen.

„Mein Ziel ist es, am Nachmittag zu schwimmen“, gab Caroline Pilhatsch als ihre Devise aus. Aufgrund des Zeitunterschieds laufen die Finalsessions in der mitteleuropäischen Nacht ab (ab 0.30 Uhr MEZ), die Vorläufe beginnen um 15.30 Uhr MEZ. Die vorjährige Junioren-Europameisterin Pilhatsch wartete im Herbst bereits mit einem OSV-Rekord auf, wird in Windsor über 50 und 100 m Rücken antreten.

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Während die Steirerin bis Juni oder sogar Juli „an der Nebenfront“ die Matura zu absolvieren hat, steht Birgit Koschischek vor dem Studienabschluss. Da sie mit Ende November ihren Heeres-Status verloren hat, musste sie sich vor ihrem Kanada-Trip selbst versichern. „Anfang des Jahres möchte ich meine Mastersprüfung machen und dann hängt es stark von der Ausbildung ab, wie lange ich noch schwimme“, sagte die Wienerin.

Lena Kreundl hat mit vier Einzelstrecken das dichteste Programm aller OSV-Aktiven, dazu kommt noch die Lagenstaffel. Diese wird trotz Zaisers Ausfall wohl antreten, hier könnte sich eine Finalqualifikation ausgehen. Vierte Dame im Bunde ist Brustlagen-Spezialistin Christina Nothdurfter. Ebenfalls auf der Brustlage sind Johannes Dietrich und Christopher Rothbauer zu Hause.

Dazu kommen die erst am Sonntag von ihren US-Studienorten angereisten Jakub Maly und Felix Auböck. Dem EM-Vierten vom Mai in London ist knapp zwei Wochen vor seinem 20. Geburtstag am ehesten eine vordere Platzierung zuzutrauen. Allerdings ist abzuwarten, wie Auböck eine gewisse Trainingsumstellung an der University of Michigan bewältigt.

Das Team wird von Marco Wolf und Walter Bär betreut, die Verbandsführung fordert von der Truppe nichts Unmögliches. „Ziel sind möglichst viele persönliche Bestleistungen. Wir gehen völlig ohne Erwartungsdruck in diese WM“, erklärte OSV-Generalsekretär Thomas Unger in der Hoffnung auf Semifinali. „Alle sollen ohne Belastung an den Start gehen und versuchen, ihre besten Leistungen abzurufen.“


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