BP-Wahl: Benchmarks und Rekorde - Sicher grüner oder blauer Top-Wert

Wien (APA) - Auch die Wiederholung der Hofburg-Stichwahl bringt sicher das beste blaue oder grüne Ergebnis aller Landes- und Bundeswahlen se...

Wien (APA) - Auch die Wiederholung der Hofburg-Stichwahl bringt sicher das beste blaue oder grüne Ergebnis aller Landes- und Bundeswahlen seit Bestehen der beiden Parteien. Denn die besten FPÖ-Ergebnisse waren bisher etwas über 40 Prozent in Kärnten, die Grünen lagen im Bund immer deutlich unter 20 Prozent, in Salzburg einmal knapp drüber.

Schon bei der aufgehobenen Mai-Wahl schoben sowohl Norbert Hofer (FPÖ) als auch Alexander Van der Bellen (Grüne) die parteiinternen Rekordmarken weit nach oben.

Hofer gelang der absolute Top-Wert allerdings erst mit der Mai-Wahl. Seine 35,05 Prozent vom April hatten dafür noch nicht ganz gereicht, weil die FPÖ unter Jörg Haider und Gerhard Dörfler in Kärnten von 1999 bis 2009 immer über die 40er-Grenze gekommen war. Den Bundeswahl-Rekord hatte der Hofburg-Bewerber aber schon damit - denn österreichweit blieb die FPÖ bisher unter der 30er-Marke, mit den Bestwerten von 27,53 Prozent bei der EU-Wahl 1996 und 26,91 Prozent bei der Nationalratswahl 1999. Bei der Mai-Stichwahl setzte sich der Präsidentschaftskandidat mit 49,65 Prozent dann insgesamt auf Platz 1.

Van der Bellen lag mit beiden Ergebnissen (21,34 Prozent im ersten Wahlgang im April, 50,35 Prozent im Mai) über den Topmarken der Grünen: Bestes Bundes-Resultat der Partei sind 14,52 Prozent bei der EU-Wahl 2014, der Landtags-Topwert 20,18 Prozent in Salzburg 2013.

Die bisherigen Präsidentschaftskandidaten ihrer Parteien ließen beide Bewerber von Anfang an weit hinter sich: Hofer bekam im ersten Wahlgang mit 35,05 Prozent mehr als doppelt so viel wie Wilfried Gredler 1980 - und die 49,65 Prozent vom Mai waren das Dreifache dessen, was die bisher vier blauen Kandidaten jeweils holten. Van der Bellen - der formell als Unabhängiger angetreten war - schaffte bereits im April mit 21,34 Prozent vier Mal so viel wie die zwei Grün-Bewerber davor, die jeweils unter sechs Prozent landeten. Bei der Mai-Stichwahl holte er 50,35 Prozent.


Kommentieren