Referendum in Italien - Experte: Kein Euro-Austritt bei „Nein“

Rom (APA/dpa) - Der Chefvolkswirt der Targobank, Otmar Lang, ist Befürchtungen entgegengetreten, Italien könne nach einem „Nein“ beim Verfas...

Rom (APA/dpa) - Der Chefvolkswirt der Targobank, Otmar Lang, ist Befürchtungen entgegengetreten, Italien könne nach einem „Nein“ beim Verfassungsreferendum aus der Euro-Zone austreten. „An den Finanzmärkten kann die EZB mit ihrem Anleiheaufkaufprogramm größere Verwerfungen abfedern. Darüber hinaus hat die EZB die Mittel, um die italienischen Banken liquide zu halten“, erklärte Lang der Bank zufolge am Sonntag.

„Da gleichzeitig die etablierten italienischen Parteien an Neuwahlen nicht interessiert sind, dürfte nach dem angedrohten Rücktritt Renzis eine Übergangsregierung sehr schnell gebildet sein. Das größte Risiko für die Märkte ist aus unserer Sicht die Unsicherheit über das Ergebnis von Neuwahlen, die dann im Frühjahr 2017 angesetzt werden könnten“, sagte Lang.

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat seinen Rücktritt für den Fall in Aussicht gestellt, dass die Gegner der Verfassungsreform gewinnen sollten. Der Ausgang der Volksabstimmung gilt als völlig offen.


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