Präsidentenwahl in autoritär regierter Ex-Sowjetrepublik Usbekistan

Taschkent (APA/dpa) - Die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik Usbekistan in Zentralasien hat am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt. Al...

Taschkent (APA/dpa) - Die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik Usbekistan in Zentralasien hat am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt. Als klarer Favorit galt Regierungschef Schawkat Mirsijajew, der sich bei der Stimmabgabe in der Hauptstadt Taschkent zuversichtlich zeigte.

Usbekistan grenzt unter anderem an Afghanistan. Damit ist das muslimisch geprägte Land im Kampf gegen internationalen Terror und Drogenhandel von besonderem strategischem Interesse. Die Wahl war nötig geworden, weil der Langzeitherrscher Islam Karimow nach rund einem Vierteljahrhundert an der Macht Anfang September gestorben war.

Die Wahlleitung sprach am frühen Sonntagnachmittag (Ortszeit) von reger Beteiligung und einem insgesamt ruhigen Verlauf. Die mehr als 9.300 Wahllokale schließen um 16.00 Uhr MEZ. Aussagekräftige Ergebnisse sollen an diesem Montag vorliegen. Rund 21 Millionen Bürger waren aufgerufen, den Nachfolger Karimow zu bestimmen.

Karimow hatte das Land an der historischen Seidenstraße seit der Unabhängigkeit 1991 mit harter Hand regiert. Mirsijajew (59), der seit rund 13 Jahren als Regierungschef amtiert, will Karimows Kurs fortsetzen. Ihm werden gute Beziehungen zu Russland nachgesagt.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte fast 300 Beobachter zu der Wahl entsandt. Den drei Konkurrenten von Mirsijajew wurden von Experten kaum Siegchancen eingeräumt.


Kommentieren