Mundart feiert Hochzeit

Innsbruck – 1994, in der Adventzeit, wurde der österreichische Schriftsteller H.C. Artmann bei einer Lesung von fünf Musikern begleitet, dar...

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Willi Resetarits & Stubnblues haben ihr neues Album „7“ live in St. Pölten und in Attnang-Puchheim aufgenommen.
© Hoanzl

Innsbruck –1994, in der Adventzeit, wurde der österreichische Schriftsteller H.C. Artmann bei einer Lesung von fünf Musikern begleitet, darunter Willi Resetarits alias Ostbahn Kurti. Dieses Konzert gilt als Geburtsstunde des Stubnblues. Mit „7“ legt die Formation nun ihr neues Album vor, ein Artmann-Text („Fia n Dom Schak“) darf freilich auch darauf nicht fehlen. Unkonventionell indes die Namensgebung der Live-Einspielung, ist „7“ doch die erst sechste CD des Stubnblues. Nachdem die Gruppe das Netz zu Rate gezogen hatte, einigte man sich aber auf die Sieben, die in der Zahlenmystik einen besonderen Stellenwert einnehme. „Die CD Nummer sechs wird nachgereicht“, wird ein lakonischer Resetarits in einer Aussendung des Labels zitiert. Wie auch schon beim Auftritt im Innsbrucker Treibhaus Ende September ist auch auf der neuen CD der Tiroler Jazzpianist Christian Wegscheider wieder mit von der Partie (Quetschn, Tasten und Gesang).

Den Blues hat die Gruppe indes nur selten, (etwa im Stück „Natur Blues“), stattdessen wird Stubnbluessche Weltmusik gereicht: Jazz, Folk, Gitarrenmusik und Chanson. Im sehnsuchtsvollen „Costa Rica“ geht es auf weite Reise, im romantischen „Dann kummst du“ ist der unermüdliche Willi Resetarits endlich angekommen. Der Song ist der Heiratsantrag an seine Frau gewesen. (TT)

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