BP-Wahl - Zögerlicher Wahlauftakt bei klirrender Kälte in OÖ

Wien/Linz (APA) - Zögerlich hat in Oberösterreich am Sonntag die Wiederholung der Hofburg-Stichwahl begonnen. Ob die klirrende Kälte des wol...

Wien/Linz (APA) - Zögerlich hat in Oberösterreich am Sonntag die Wiederholung der Hofburg-Stichwahl begonnen. Ob die klirrende Kälte des wolkenlosen Wintertages oder doch Wahlmüdigkeit ausschlaggebend für den eher flauen Start waren, bleibt abzuwarten. Jedenfalls schien der Andrang in den Wahllokalen spürbar geringer als bei Stichwahl im Mai, so der Eindruck von Wählern nach ihrer Stimmabgabe.

In den Linzer Stadtteilen Neue Heimat und Keferfeld verliefen die ersten Stunden der Wahl wenigstens besser als vorab befürchtet. Zwar kam es dort zu keinen Warteschlangen wie im Mai. Allerdings wurde doch ein ständiges Kommen und Gehen registriert. Noch am Freitag hatte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) an die Linzer appelliert, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, nachdem bekannt geworden war, dass für die neuerliche Stichwahl im Vergleich zur ersten ein Fünftel weniger Wahlkarten beantragt worden waren.

In den Linz-Land-Gemeinden Traun, Leonding und Enns ging es am Vormittag hingegen eher schleppend dahin. Zum Teil wirkten die Wahlbeisitzer sehr angespannt und es wurde jedes überflüssiges Wort vermieden, berichteten Wähler. Nachdem sich einer der Beisitzer gerade auf Toilette befand, musste in Enns ein Wähler auf dessen Rückkehr warten, bevor er seinen Stimmzettel überreicht bekam. Die Angst, dass neuerlich ein Formalfehler die Rechtmäßigkeit dieses Urnengangs gefährden könne, sei in vielen Wahllokalen spürbar gewesen.

Ähnlich waren die Schilderungen über die Wahlbeteiligung aus Gemeinden im Bezirk Wels-Land. Steinhaus bei Wels konnte zumindest mit einem prominenten Wahlbeisitzer aufwarten - mit FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner. Er ist nach wie vor in seiner Heimatgemeinde Fraktionsobmann der Freiheitlichen und Gemeinderat.

Während in Schärding optimistische Wirtsleute Tische und Sesseln an der Silberzeile in die Sonne stellten, kamen auch die Innviertler am Vormittag nur tröpfchenweise ins Wahllokal im Rathaus. Nicht anders die Situation stadtauswärts in Schulen. „Eine Person war vor mir“, sagte eine Wählerin, die nach dem Gottesdienst ihre Stimme abgab.

In Grieskirchen bot sich ein ähnliches Bild. Keine Schlangen, aber „das Hinweisschild, dass unbedingt ein Lichtbildausweis erforderlich ist, ist mir gleich aufgefallen“, beobachtete eine Dame.


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