BP-Wahl: Hofer im Bundesland Salzburg mit rund 1.200 Stimmen voran

Wien/Salzburg (APA) - FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat am Sonntagabend die Wahl in Salzburg mit 50,2 Prozent knapp für sich entschieden. Schen...

Wien/Salzburg (APA) - FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat am Sonntagabend die Wahl in Salzburg mit 50,2 Prozent knapp für sich entschieden. Schenkt man den Prognosen Glauben, wird Alexander Van der Bellen das Bundesland allerdings nach Auszählung der Briefwahlstimmen „drehen“. Der ehemalige Grünen-Chef kam heute auf 49,8 Prozent der Stimmen. Der Unterschied betrug gerade einmal 1.186 Stimmen.

Van der Bellen erreichte in der Stadt Salzburg - traditionell eine grüne Hochburg - 60,0 Prozent der Stimmen, ähnlich hoch war die Zustimmung in der Pinzgauer Gemeinde Leogang (59,6 Prozent) und in Elsbethen im Süden der Landeshauptstadt (Flachgau) mit 58,5 Prozent. Der 72-jährige neue Bundespräsident konnte sich in insgesamt 29 der 119 Salzburger Gemeinden gegen Hofer durchsetzen.

Der FPÖ-Kandidat erhielt die höchste Zustimmung in drei Lungauer Kleingemeinden: In Muhr kam Hofer auf 84,5 Prozent der Stimmen, in St. Andrä auf 74,5 Prozent, in Tweng auf 73,7 Prozent. Hofer war im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahlen Ende April ausnahmslos in allen 119 Salzburger Gemeinden stimmenstärkster Kandidat gewesen.

Die meisten ungültigen Stimmen im Bundesland gab es Sonntag in St. Koloman (Tennengau) mit 9,5 Prozent, insgesamt wählten in Salzburg am Sonntag 11.311 Personen (4,3 Prozent) ungültig. Die höchste Wahlbeteiligung gab es in der Flachgauer Gemeinde Göming mit 79,2 Prozent, die geringste in Tweng (Lungau) mit 45,3 Prozent.

Erst am Montag ausgezählt werden die Briefwahlstimmen. Für die Wiederholung der Stichwahl waren im Bundesland mit 38.205 gleich um 11.238 weniger Wahlkarten beantragt worden - ein Rückgang von 22,7 Prozent. Dennoch hatten rund 9,7 Prozent aller wahlberechtigten Salzburger für den heutigen 4. Dezember eine Wahlkarte beantragt.


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