BP-Wahl - OÖ diesmal schon ohne Briefwahlstimmen für Van der Bellen

Wien (APA) - In Oberösterreich hat Alexander Van der Bellen schon vor Auszählung der Briefwahlstimmen die Mehrheit in der Tasche: 53,32 Proz...

Wien (APA) - In Oberösterreich hat Alexander Van der Bellen schon vor Auszählung der Briefwahlstimmen die Mehrheit in der Tasche: 53,32 Prozent gaben ihm ihre Stimme, für Norbert Hofer votierten 46,68 Prozent. Bei der aufgehobenen Stichwahl im Mai hatten die Briefwähler das vorläufige Endergebnis noch von Hofer auf Van der Bellen, der letztlich 51,32 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, gedreht.

Die Wahlbeteiligung lag diesmal bei 65,18 Prozent - allerdings ohne Wahlkarten. Im Mai waren es - mit Briefwählern - 73,5 Prozent. Bei der Stichwahl-Wiederholung gab es 1.102.764 Wahlberechtigte in OÖ., das sind um 3.344 mehr als beim ersten Wahlgang im April. Es wurden 123.000 Wahlkarten beantragt, 30.000 weniger als im Mai.

In der Landeshauptstadt Linz kam Van der Bellen bereits beim vorläufigen Ergebnis auf 63,42 Prozent, im Mai waren es 60,54 Prozent ohne und 62,8 Prozent mit den Briefwahlstimmen. Klarer als im Mai entschied sich auch die Statutarstadt Wels am Sonntag für Van der Bellen: 54,99 Prozent stimmten für ihn, im Mai hatte der Wahlsieg des ehemaligen Grünen-Chefs in Wels (51,76 Prozent/50,5 ohne Wahlkarten) noch für eine Überraschung gesorgt. Denn die Statutarstadt wurde bei den Kommunalwahlen im September 2015 von Rot auf Blau umgefärbt.

Die Auszählung in den anderen oberösterreichischen Gemeinden zeigt ein gewohntes Bild: Van der Bellen punktete im Linzer Umland und im Salzkammergut, aber auch im Mühlviertel, Norbert Hofer im Innviertel und im Raum Wels. Die stärkste Van-der-Bellen-Gemeinde bleibt wie bei der ersten Stichwahl das traditionell rote Hallstatt, die Hofer-Hochburg ist wie gehabt St. Georgen am Fillmannsbach.

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Die oberösterreichische Grünen-Chefin Maria Buchmayr freute sich über einen „historischen Tag“: Erstmals in der Zweiten Republik gebe es einen Bundespräsidenten, der nicht von einer der beiden etablierten Parteien komme, Van der Bellen werde ein „Präsident der Mitte“ sein.

FPÖ-Landesparteiobmann LHStv. Manfred Haimbuchner sieht hingegen einen „Pyrrhussieg des Establishments, das ein Retro-Hochamt feiert“ und die FPÖ in der Opposition. Seinem Koalitionspartner in Oberösterreich ließ er ausrichten: „Ich weiß dies zu werten, dass die ÖVP keine klare Unterstützung“ für Hofer ausgesprochen habe.


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