Hohe Beteiligung bei Referendum in Italien

Rom (APA) - Beim Verfassungsreferendum in Italien hat sich am Sonntag eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Bis 19.00 Uhr hatten bereits 5...

Rom (APA) - Beim Verfassungsreferendum in Italien hat sich am Sonntag eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Bis 19.00 Uhr hatten bereits 56 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben, teilte das Innenministerium in Rom mit. Gewählt wird noch bis um 23.00 Uhr.

Da es sich um ein Referendum zur Bestätigung einer vom Parlament gebilligten Verfassungsreform handelt, ist anders als bei anderen Volksabstimmungen in Italien kein Beteiligungsquorum vorgeschrieben. Mit Wahlergebnissen wird in der Nacht auf Montag gerechnet.

Bis zuletzt gab es von Politikern Appelle an die Italiener, zu den Urnen zu gehen. Senatspräsidenten Pietro Grasso äußerte sich per Twitter zur Bedeutung des Referendums und rief die Italiener auf, sich an der Volksabstimmung zu beteiligen. „Das Volk hat die Souveränität. Wer nicht wählt, lässt zu, dass andere für ihn entscheiden“, sagte Grasso im Anschluss an seine Stimmabgabe.

Von der regen Wahlbeteiligung könnte das „Ja“-Lager um Premier Matteo Renzi profitieren, analysierten politische Beobachter in Rom. Der Gründer der europakritischen Fünf Sterne-Bewegung, Beppe Grillo, sprach am Sonntag bereits von einer möglichen Niederlage für sein „Nein“-Lager ein. „Wir haben eine großartige Arbeit geleistet. Sollten wir verlieren, ist das nicht unsere Schuld. Wenn die Italiener sich für das ‚Ja‘ entscheiden, respektieren wir diesen Beschluss“, versicherte Grillo. Er wiederholte jedoch seine Forderung, dass es so rasch wie möglich zu Parlamentswahlen kommen müsse.

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