Schwaz

Geld fließt vom Land in Bezirk

LHStv. Josef Geisler ist schon gespannt auf die Landtagssitzung in den nächsten Tagen, immerhin geht es um viel Geld.
© Fankhauser

Der Landtag beschließt das Budget für 2017/18. Auch Schwazer Projekte werden bedacht.

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Bei der Sitzung zum Landesbudget für die nächsten zwei Jahre geht es nicht nur um Millionen, sondern um Milliarden. Um genau zu sein, um 3,66 Mrd. Euro für 2017 und 3,77 Mrd. Euro für das Jahr 2018. Doch was fließt davon in den Bezirk Schwaz?

Von Breitbandausbau, Straßensanierungen oder Wildbachverbauungen bis hin zu Investitionen im Bildungs- und Gesundheitsbereich – die Liste der Budgetvorhaben im Bezirk ist lang. Auch der Versuch, das Fünf-Euro-Wohnen weiter auszubauen, sei ein wichtiges Ziel, verrät LA Martin Wex. „30 bis 40 Millionen Euro fließen jährlich in den Bezirk und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben“, bestätigt Wex. Allein im Oktober seien rund 2,6 Mio. Euro Wohnbauförderung an den Bezirk ergangen.

Neben dem Wohnen sind beispielsweise in der Bezirkshauptstadt der Umbau der Bezirkshauptmannschaft und die Sanierung des Bahnhofes zwei große Budgetposten. „Beim Bahnhof wird sich das Land mit 1,2 Mio. Euro engagieren“, sagt Wex. Derzeit gebe es eine eigene Arbeitsgruppe in Schwaz, die sich mit der Sanierung beschäftigt, um damit auch mehr Belebung zu schaffen. Ein Jugendwarteraum sei denkbar, aber auch der Kiosk am Bahnhof sei wichtig. „Die Park-and-Ride-Anlage läuft über die private Schiene, aber da sind wir auf einem guten Weg“, betont Wex.

Im Landesbudget soll mit jeweils 2,5 Mio. Euro für 2017 und 2018 die Unterstützung für das Projekt Tirol Pack – gemeinschaftliche Käseschneide- und Verpackungsanlage in Strass – festgelegt werden. Weiters wird die Personalkostenförderung für Kinderbetreuungseinrichtungen im Bezirk mit rund 8,6 Mio. Euro veranschlagt. Auch die Projekte zum Hochwasserschutz in Achenkirch (2,3 Mio. Euro) und in Jenbach am Kasbach (2,5 Mio. Euro) werden im Finanzplan des Landes verankert. Die Zillertalbahn soll mittelfristig in den nächsten zwei Jahren jeweils rund 1,2 Mio. Euro erhalten. Große Projekte in Hinblick auf Wildbach- und Lawinenverbauung sind am Finsingbach, Märzenbach, Riedbach, Kreuzbach und in Hintertux geplant. Das Gesamtvolumen der Bauarbeiten beträgt rund 7,4 Mio. Euro. Dazu plant das Land, knapp 1,5 Mio. Euro beizusteuern.

Nicht im Budgetplan enthalten ist eine bauliche Lösung für das Verkehrsproblem Zillertalstraße in Fügen.