Schwaz

Nach 15 Jahren erfüllt sich Wunsch nach MRT-Gerät

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Freude am Bezirkskrankenhaus: Das Spital erhält 2017 den ersehnten Magnetresonanztomographen und bilanziert besser als erwartet.

Von Angela Dähling

Schwaz –Der Wunsch ans Christkind hat sich rechtzeitig zu Weihnachten endlich erfüllt: Um eine Million Euro erhält das Schwazer Bezirkskrankenhaus nächstes Jahr einen Magnetresonanztomographen. „Seit 2001 haben wir immer wieder darum angesucht. Jetzt wurde der eingebrachte Antrag auf Änderung des Großgeräteplanes für unser Spital von der Bundeszielsteuerungskommission in Wien endlich angenommen“, freut sich Krankenhausverbandsobmann Franz Hauser.

2012 hatte man ein MRT-Kleingerät erhalten. „Orthopädische Fragestellungen kann dieses Gerät lösen. Doch für Gefäßabbildungen, bei Verdacht auf Herzmuskelentzündungen und bei onkologischen Erkrankungen mussten die MR-Untersuchungen außer Haus durchgeführt werden“, erklärt BKH-Geschäftsführerin Margit Holzhammer. Die Patienten wurden dafür in den letzten drei Jahren mit der Rettung in die Innsbrucker Klinik gefahren, davor zu einem niedergelassenen Radiologen. Zur Umdisponierung trug ein Rechtsstreit bei: „Die Wirtschaftskammer klagte das Land Tirol, weil sie die Meinung vertrat, es hätte eine Bedarfsprüfung für das kleine MR-Gerät gebraucht“, schildert Holzhammer. „Laut rechtsgültigem Urteil ist das aber nicht der Fall. Deshalb suchten wir heuer wieder um das MR-Großgerät an“, ergänzt Hauser. Die MR-Untersuchungen außer Haus schlugen jährlich mit 300.000 Euro zu Buche.

Das Okay für das Großgerät sei auch deshalb endlich gekommen, weil sich das BKH Schwaz mit drei Fachärzten neben Innsbruck als Gefäßzentrum etabliere. „Die Spitäler in Kufstein und St. Johann ziehen sich aus diesem Bereich zurück“, erklärt Hauser.

Wider Erwarten erfreulich sieht auch das Jahresergebnis des Schwazer Krankenhauses aus. Nach einem EU-Gerichtsurteil waren rückwirkend bis zum November 2014 Gehaltserhöhungen an alle öffentlich Bediensteten am BKH zu zahlen. Die Nachzahlung betrug rund 1,2 Mio. Euro, für 2017 wirken sich die Gehaltsanpassungen mit Mehrkosten von 700.000 Euro aus. Für Ärztegehälter müssen die Träger des Krankenhauses 2017 fast eine Mio. Euro mehr berappen. „Dadurch hätte sich der Betriebsabgang auf fast sechs Mio. Euro verdoppelt. Wir hätten nicht gewusst, wie wir das hätten stemmen sollen“, sagt Holzhammer.

Doch aufgrund einer Änderung des österreichweiten Krankenhaus-Finanzierungssystems, das bessere Leistungsabgeltung der Geriatrie- und Palliativmedizin vorsieht, konnten die Mehraufwände zur Gänze abgefedert werden. „2016 liegt der Betriebsabgang, den zu rund 40 % die Gemeinden zahlen, bei drei Mio. Euro, 2017 voraussichtlich bei 2,4 Mio. Euro“, rechnet Hauser vor.

Bis 2020 sollen 12,5 Mio. Euro u. a. in den Umbau der Ambulanzen, die Schaffung einer operativen Tagesklinik sowie in die Erneuerung der OP-Infrastruktur fließen.