Landeck kauft Grundstück um 2,5 Mio. Euro
7259 Quadratmeter Fläche in der Kernzone wechseln den Besitzer, die Nutzung ist allerdings noch unklar.
Landeck –Für die Bezirksstadt Landeck mit derzeit angespannter Budgetlage ist es ein Mega-Deal: Nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss am Donnerstagabend kauft die Stadtgemeinde den 7259 Quadratmeter großen Pendlerparkplatz, der nahe am Zusammenfluss von Sanna und Inn liegt. Preis: 2,5 Mio. Euro, entspricht 344 Euro pro Quadratmeter. Verkäufer ist die Donau Realitäten GmbH. Das Areal zählt zur Kernzone und ist als Misch- sowie Gewerbegebiet gewidmet.
VBM Thomas Hittler berichtete von einem Verhandlungsmarathon mit 70 Sitzungen. Mit der Tiwag habe es einen Grundstückstausch gegeben, um die Positionierung der Flächen für alle Beteiligten zu optimieren. „Wie der Platz künftig genutzt wird, ist derzeit noch offen.“ Die Stadt komme 2017 in den Besitz einer attraktiven Fläche – zur Weiterentwicklung der Kernzone. „Wir haben einen erfreulichen Substanzgewinn“, resümierte BM Wolfgang Jörg. Dass die Stadt aus dem 40-jährigen Pachtvertrag aussteigen könne, habe er zunächst für aussichtslos gehalten. Mit der Vertragsabwicklung ist die Anwaltskanzlei Lenfeld & Leys beauftragt worden – als Bestbieter (9900 Euro) bei der Ausschreibung.
Eine Million Schilling (72.672 Euro) Pachtzins blätterte die Stadt erstmals 1994 für den Pendlerparkplatz auf den Tisch. Dieser Pachtzins war Jahr für Jahr fällig, mit Indexanpassung. Zuletzt waren es rund 90.000 Euro.
In der Ära von BM Reinhold Greuter und Vize Hans Holzer hatte der Gemeinderat den 40-jährigen Pachtvertrag mit der Donau Chemie (heute Donau Realitäten GmbH) beschlossen. Vertragsende wäre demnach 2033 – womit in Summe noch 1,6 Mio. Euro fällig gewesen wären.
Schon 1998 wurden kritische Stimmen im Gemeinderat laut. Der Obmann des Überpüfungsausschusses, GR Thomas Lechleitner, stellte fest, eine Million Schilling sei zu viel für den Pendlerparkplatz. Die Stadt solle eine sinnvollere Nutzung anstreben. Doch diverse Pläne für Bauprojekte vergilbten, Ideen wurden verworfen oder abgelehnt: Nie gebaut wurden u. a. ein Blaulicht-Einsatzzentrum, Innovationszentrum, Bordell und zuletzt das SPAR-Projekt mit Lebensmittelmarkt und Sportshop. (hwe)
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