Hirscher sorgt sich, dass es Kristoffersen langweilig wird

Der ÖSV-Star will sich nach über zwei Sekunden Rückstand auf den Norweger der Baustelle Slalom widmen. Zunächst wird aber in Kitzbühel Super-G trainiert.

Henrik Kristoffersen stellte Marcel Hirscher in Adelboden in den Schatten.
© gepa

Adelboden - Henrik Kristoffersen hat nicht nur seinen Slalomsieg aus dem Vorjahr in Adelboden erfolgreich verteidigt, der Norweger machte auch deutlich, dass er nicht willens ist, die 2016 errungene kleine Kristallkugel wieder abzugeben. Bei vier Slalom-Antritten in diesem Winter gewann der Norweger dreimal und wurde in der Zagreb-Windlotterie Dritter.

In der Disziplinwertung liegen Marcel Hirscher und Kristoffersen als Führende nun gleichauf. Kristoffersen glaubt nicht, dass es sich am Ende rächen könnte, dass er das Auftaktrennen in Levi ausgelassen hat. „Der Startverzicht in Levi war richtig. Ich war im Kopf nicht bereit zum Skifahren. Es war eine schwierige Zeit, aber jetzt bin ich zurück.“ Zur Situation bezüglich der Verbandstreitigkeiten - Kristoffersen will seinen eigenen Kopfsponsor - gäbe es nichts Neues zu sagen.

Bei Kristoffersens Fahrt im ersten Adelboden-Slalom-Durchgang schien noch die Sonne, fast alle Konkurrenten wie auch Hirscher hatten dichten Nebel. „Wir betreiben Freiluftsport. In Zagreb hatte ich Pech mit dem Wind. Und heute etwas Glück. Aber es kommt immer alles zurück. Wir wissen am Start, dass das Wetter sich ändern kann. Das ist natürlich nicht lustig, aber so ist es.“

Dass er nicht nur wegen der Sichtverhältnisse gewonnen hat, stellte der 22-jährige Norweger im Finale unter Beweis. „Nach dem ersten hat es noch geheißen, ich hatte nettes Wetter. Aber im zweiten habe ich gezeigt, dass das Skifahren auch gut ist. Vielleicht wäre der Vorsprung nicht so groß gewesen. Im zweiten Durchgang war ich am Limit. Ich denke, es ist immer noch möglich, schneller so sein. Ich bin sehr glücklich mit heute, das war wirklich gutes Skifahren.“

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Hirscher gab zu, dass er sich wegen des Nebels geärgert hatte, merkte aber an: „Das kann immer passieren. Du denkst: ‚Warum ich?‘. Aber es kommt zurück. Es ist besser, wir haben ein Rennen wie dieses als keines.“ Er habe im zweiten Durchgang einen „soliden Lauf“ gezeigt. „Ich denke, ich habe das Maximum herausgeholt, das möglich war. Und das war der dritte Platz. Generell bin ich mit den 140 Punkten superglücklich“, sagte er nach Rang zwei im Riesentorlauf und drei im Slalom am Chuenisbärgli.

Hirscher wird in den kommenden Tagen nun in Kitzbühel Super-G trainieren und sich danach auf den Wengen-Slalom vorbereiten. „Der Slalom ist ein Auf und Ab. Ich muss im Training am Slalomschwung arbeiten, für Henrik muss das ja wirklich langweilig werden“, sagte Hirscher. „Es ist nicht schlecht, aber es ist zu wenig, um zu gewinnen“, meinte er über seinen Status quo im Torlauf. Und bilanzierte für Adelboden: „Der Slalom ist sicher die Baustelle, die offen ist. Im Riesen ist es so: Wenn morgen ein Rennen ist, weiß ich, was ich nehme.“ (APA)


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