Kunst zum Anziehen für selbstbewusste Frauen
Innsbruck – Hermine Span macht zwar seit ihrem 13. Lebensjahr Mode, als Schneiderin fühlt sich die Innsbruckerin allerdings nicht, schon ehe...
Innsbruck –Hermine Span macht zwar seit ihrem 13. Lebensjahr Mode, als Schneiderin fühlt sich die Innsbruckerin allerdings nicht, schon eher als Künstlerin. 1985 hat die Autodidaktin ihre Kreationen erstmals in einer Modeschau gezeigt und seither in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Und diese Events sind in der schrägen Opulenz ihrer Inszenierung wahre Ereignisse. Bei denen es zwar „auch“ darum geht, was die Models tragen, allerdings nur als ein Teil der gesamtkunstwerklich angelegten Performances. Um etwa die von ihr nicht wirklich alltagstauglich eingekleidete Elke Krystufek hexisch um ein Feuer tanzen oder ihre Models mit „Betonperücken“ und PVC-Masken durch zu Laufstegen umfunktionierte Kunsträume theatern oder für Fotoshootings mit ausgestopften Tierpräparaten posieren zu lassen.
Vor 30 Jahren hat Span ihre von Manfred Sandner architektonisch zum „Salon“ aufgemöbelte „Garage“ in der Angerzellgasse aufgesperrt. Wo sie bisweilen noch immer selbst an der Nähmaschine sitzt, um ihre Kreationen für selbstbewusste Frauen und Männer zu schneidern. Nebenan lässt Span die letzten 30 Jahre Revue passieren. In der Form von Fotos, Objekten sowie einem fiktiven Interview, in dem Renée Stieger – übrigens eines ihrer Models seit Anfang – offensichtlich lustvoll in eine Doppelrolle schlüpft. (schlo)
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