„Tradition war nie so wichtig wie heute“
Innsbruck – Das Thema Sicherheit stand beim Neujahrsempfang des Tiroler Kameradschaftsbundes (TKB) im Militärkommando Tirol im Mittelpunkt. ...
Innsbruck –Das Thema Sicherheit stand beim Neujahrsempfang des Tiroler Kameradschaftsbundes (TKB) im Militärkommando Tirol im Mittelpunkt. Landespolizeidirektor Helmut Tomac weihte die Anwesenden über Aufforderung von LR Johannes Tratter, des neuen Obmanns des Kameradschaftsbundes, in die aktuelle Sicherheitslage ein. Das Vorjahr, erklärte Tomac dabei, sei in jeder Hinsicht ein Rekordjahr gewesen: „In Italien halten sich derzeit 180.000 Flüchtlinge auf, die alle nach Norden drängen. In Tirol haben wir 2016 exakt 11.800 Illegale aus 42 Nationen aufgegriffen. Und die Lage wird sich heuer sicher noch zuspitzen.“
Die Gesellschaft sei verunsichert, konstatierte der Chef der Tiroler Polizei, obwohl „die objektive Sicherheitslage ausgesprochen gut ist, leidet das subjektive Sicherheitsempfinden“. Verantwortlich dafür sei auch, dass sich das Straßenbild zum Beispiel in Innsbruck verändert habe, dass sich eben mehr Fremde in der Stadt aufhalten würden. Straftaten wie zu Silvester oder knapp davor die Überfälle auf Frauen in Tiefgaragen würden ein Übriges tun. Die Polizei will der latenten Verunsicherung bekanntlich mit dem Projekt „Gemeinsam sicher in Österreich“ entgegenwirken.
TKB-Obmann LR Johannes Tratter sieht im Kampf gegen die Verunsicherung eine wichtige Aufgabe für den Kameradschaftsbund. „Die Rolle der Tradition, das Eintreten für gewisse Werte war noch nie so wichtig wie heute“, versicherte der Politiker und schloss mit einem Zitat Helmut Schmidts. Der damalige deutsche Kanzler hatte in einer Rede am Höhepunkt der Schleyer-Krise gesagt: „Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chance. Denn gegen den Terrorismus steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, sondern der Wille des ganzen Volkes.“ (mz)