Mehrere schwere Unfälle: Frau in Lebensgefahr, drei Schwerverletzte
Mehrere Verletzte gab es Freitag und Samstag auf Österreichs Straßen. Ein 17-Jähriger ging mit Fäusten auf einen Autofahrer los, der seinen Vater auf einem Schutzweg angefahren hatte.
Kalwang, Zeillern, Linz – Eine 53-jährige Slowenin ist am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall auf der Pyhrnautobahn (A9) lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizei war die Frau mit ihrem Auto in Richtung Linz unterwegs, als sie bei Kalwang (Bezirk Leoben) ins Schleudern kam. Ein nachkommender Autolenker, ein 56-Jähriger aus dem Bezirk Steyr-Land, konnte nicht mehr anhalten und prallte gegen den Pkw der Slowenin.
Die 53-Jährige wurde von den Einsatzkräften der Feuerwehr Kalwang aus dem Wrack geborgen. Nach der Erstversorgung wurde sie zuerst ins Landeskrankenhaus Leoben und von dort weiter ins Landeskrankenhaus Graz gebracht. Der 56-jährige Pkw-Lenker sowie weitere vier Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.
Fußgänger in Niederösterreich angefahren
Zwei Fußgänger sind am Freitagabend in Zeillern (Bezirk Amstetten) von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Der 73-Jährige und sein 85-jähriger Kamerad waren zu einer Versammlung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr unterwegs. Beim Queren der Bundesstraße wurden sie vom Pkw einer 19-Jährigen touchiert, berichtete die Landespolizeidirektion NÖ am Samstag.
Die beiden wurden schwer verletzt mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Laut Ermittlungen der Polizei dürfte die Unfalllenkerin die Fußgänger aufgrund des Schneefalls und des blendenden Gegenverkehrs übersehen haben.
Sohn schlug auf Lenker ein
Ein 39-Jähriger Linzer hat in der Nacht auf Samstag mit seinem Auto einen 40-jährigen Fußgänger auf der Lastenstraße in Linz angefahren. Als der Autofahrer an der Unfallstelle anhielt, wurde er vom 17-jährigen Sohn des verletzten Fußgängers attackiert. Der Jugendliche schlug den Mann zu Boden und versetzte ihm mehrere Faustschläge ins Gesicht, berichtete die Polizei Oberösterreich.
Vater und Sohn wollten gerade einen Schutzweg überqueren, als das Auto des 39-Jährigen den Schlosser erfasste und ihn zu Boden schleuderte. Der 40-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und vom Notarzt ins UKH Linz gebracht. Der Autofahrer erlitt durch die Schläge leichte Verletzungen und wurde ins AKH Linz gebracht. Laut Zeugen überquerten die beiden Männer den Schützweg, obwohl die Ampel Rot war.
Geisterfahrer von Lkw-Lenkern gestoppt
Ein Geisterfahrer hat am frühen Freitagabend auf der Südautobahn (A2) einen Verkehrsunfall verursacht. Der 51-Jährige hatte mit seinem Pkw auf einer Ausfahrt von einem Parkplatz bei Wiener Neustadt plötzlich umgedreht und war in Fahrtrichtung Wien unterwegs. Ein 66-jähriger Pkw-Lenker versuchte noch auszuweichen. Die beiden Fahrzeuge kollidierten seitlich, berichtete die Landespolizeidirektion NÖ.
Trotz des Unfalls setzte der Geisterfahrer seine Fahrt in langsamen Tempo fort. Zwei aufmerksamen Lkw-Lenkern gelang es schließlich, den 51-Jährigen zu stoppen. Die Schwerfahrzeuge wechselten, per Funk abgesprochen, auf die zweite und dritte Fahrspur und blockierten damit den Verkehr.
Der 51-jährige Geisterfahrer machte laut Polizei einen „verwirrten“ Eindruck. Er wurde mit der Rettung zur psychiatrischen Behandlung ins Krankenhaus Baden gebracht. Der 66-jährige Unfallgegner blieb unverletzt.
Lenker starb bei Unfall in Wien
Ein 37 Jahre alter Mann, der Freitagmittag bei einem Verkehrsunfall in Wien-Landstraße noch an der Unfallstelle starb, war offenbar einem Pkw ausgewichen und hatte daraufhin die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Zuvor soll er mit überhöhter Fahrgeschwindigkeit unterwegs gewesen sein, berichtete die Polizei am Samstag. Bei dem Frontalzusammenstoß wurden zwei Frauen und zwei Kinder verletzt.
Der 37-Jährige war nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsunfallkommandos der Polizei die Leberstraße stadteinwärts gerast, kurz vor dem Unfall hatte er noch mehrere Fahrzeuge überholt. Ein unbekannter Lenker war zeitgleich im Begriff, nach rechts von der Hofmannsthalgasse Richtung Leberstraße abzubiegen. Dabei dürfte er das Vorschriftszeichen „Vorrang geben“ missachtet haben. Laut Zeugen wollte der 37-Jährige dem Pkw ausweichen, weshalb er seinen Wagen nach rechts verriss und die Kontrolle verlor. Er prallte gegen den entgegenkommenden Pkw einer 30-jährigen Frau.
Der Unfalllenker war nicht angegurtet gewesen. Reanimationsversuche blieben erfolglos, er verstarb noch an der Unfallstelle. Eine 23-Jährige musste von der Feuerwehr aus dem zweiten Unfallauto geborgen werden. Sie wurde schwer verletzt ins Spital gebracht. Auch zwei mitfahrende Kinder, ein vierjähriger Bub und ein zweijähriges Mädchen, sowie deren Mutter wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.
Der unbekannte Lenker des beteiligten Autos war laut Zeugenangaben nach dem Unfall stehengeblieben und hatte sich um die verletzten Insassen gekümmert. Dann war er aber weitergefahren. Er soll mit einem grauen bzw. silberfarbenen Pkw unterwegs gewesen sein.
Fünf Verletzte bei Unfall auf A1
Ein schwerer Verkehrsunfall mit fünf verletzten Personen hat Samstagmittag einen kilometerlangen Stau auf der Westautobahn (A1) bei Thalgau im Salzburger Flachgau verursacht. Laut ersten Informationen der Polizei Salzburg sollen zwei Kinder verletzt und eine Person schwer verletzt worden sein. Die Fahrbahn Richtung Linz musste für eine halbe Stunde komplett gesperrt werden.
Der Unfall ereignete sich gegen 11.30 Uhr bei der Autobahnabfahrt Thalgau. Zwei Autos waren an dem Unfall beteiligt. Die Verletzten wurden ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Laut ÖAMTC hat sich ein sechs bis sieben Kilometer langer Rückstau bis nach Salzburg Nord gebildet. Es sei mit Verzögerungen Richtung Linz zu rechnen. Auch auf der anderen Fahrbahn komme es aufgrund von Schaulustigen immer wieder zu Verzögerungen, sagte eine ÖAMTC-Sprecherin zur APA.
Ein Fahrstreifen sei nun wieder für den Verkehr freigegeben, sagt Polizeisprecher Michael Rausch. Der Verkehr komme aber nur langsam in Fahrt. Die Bergungsarbeiten seien noch im Gange. „Die Polizei ersucht die Verkehrsteilnehmer vorsichtig zu fahren und ihre Geschwindigkeit anzupassen“, sagte Rausch. Aufgrund der winterlichen Verhältnisse sei es schon zu zahlreichen Verkehrszwischenfällen, wie Auffahrunfällen und hängen gebliebenen Lkws, gekommen. (APA)