Kein Wacker-Training mehr auf dem Akademie-Platz
General Winter verschärft die Trainingssituation für Innsbrucks Fußballvereine. Gestern wurde wenigstens der Besele geräumt.
Von Wolfgang Müller
Innsbruck –Als ob der FC Wacker Innsbruck sonst keine Probleme hätte, sorgt der markante Wintereinbruch für verschärfte Trainingsbedingungen. Es gibt zwar einige Kunstrasenplätze in der Landeshauptstadt, doch die wenigsten sind geräumt. Was zum Beispiel in Kematen, Mils oder Sistrans möglich war bzw. ist, nämlich ein Training auf Kunstrasen, war bis gestern in Innsbruck nur auf dem Akademie-Platz am Flughafen möglich. Der wurde nämlich dank Akademieleiter Helmut Lorenz und Mitarbeitern in Eigenregie geräumt. Bis gestern durften auch die Wacker-Profis auf dem gut bespielbaren Kunstrasen üben, ab heute ist der Tiroler Zweitligist dort nicht mehr geduldet.
„Stadt und Verein sind jetzt am Zug, der Akademie-Platz steht dem FC Wacker jedenfalls nicht mehr zur Verfügung“, sprach TFV-Vizepräsident Siegfried Mair gestern Klartext. Was zum einen damit zu tun hat, dass der Verband nicht dauernd zum Handkuss kommen will; andererseits ist man den Anrainern vertraglich verpflichtet, dass ausschließlich Akademiemannschaften auf dem Areal trainieren.
Heißt für den Trainingsnomaden FC Wacker, der nach Widerstand der Spieler das Trainingslager in Ägypten absagte, dass man weiterziehen muss. Heute Vormittag wird in der Halle eine Einheit absolviert, am Nachmittag wird dann am Besele-Kunstrasen gearbeitet. Der wurde nämlich gestern endlich geräumt. Der Kunstrasenplatz neben dem Tivoli ist noch schneeweiß und wird vorerst auch nicht verfügbar sein. Im Zuge des Air & Style-Snowboard-Festivals Anfang Februar werden beide Stadion-Nebenplätze benötigt.
Auch der Reichenauer Platz präsentierte sich gestern noch mit weißer Schicht. Und das wird sich bis kommende Woche auch nicht ändern. Denn mittlerweile festgesetzten Schnee wegzufräsen, täte dem neuen Kunstrasen nicht gut, heißt es. Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph Kaufmann bittet diesbezüglich um Verständnis: „Der Platz in der Reichenau und jener in Hötting West sind ganz neu, die sofortige Räumung würde sie stark beeinträchtigen.“ Im Laufe des Jahres soll auch der Kunstrasenplatz Wiesengasse eine neue Oberfläche erhalten, die darauf befindliche sei in die Jahre gekommen. Einen Zeitpunkt für den Baubeginn konnte Kaufmann noch nicht nennen.