Italien

Verschüttetes Hotel: Hoffnung auf weitere Überlebende in Italien

Alle Kinder, die sich unter den Trümmern befanden, wurden gerettet.
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Am dritten Tag nach dem schweren Lawinenunglück in Italien ziehen Katastrophenhelfer immer noch Überlebende aus den Trümmern.

Farindola - Mindestens elf Personen haben die Lawine überlebt, die am Mittwoch das Hotel Rigopiano in Farindola in der mittelitalienischen Region Abruzzen verschüttet hat. Neben den zwei Männern, die im Auto auf die Retter gewartet hatten, wurden neun Personen, darunter vier Kinder, aus den Trümmern lebend geborgen, teilten die Rettungseinheiten mit.

Die neun aus den Trümmern geholten Vermissten befanden sich im Krankenhaus der Adria-Stadt Pescara und seien wohlauf. Der Zustand aller Überlebenden sei gut, berichtete Krankenhaus-Direktor Rossano Di Luzio.

Retter durchsuchen die Schneemassen.
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Fünf Leichen wurden bisher geborgen, drei Männer und zwei Frauen. Bei zwei Toten handelte es sich um Kellner des Hotels.

Hoffnung auf weitere Überlebende

Die Hoffnung, weitere Überlebende bergen zu können, ist gewachsen. Es gebe Lebenszeichen von Verschütteten, berichteten die Retter. „Es gibt Signale, die wir gerade prüfen. Es könnten Überlebende sein, aber auch nur Geräusche von Trümmern, die sich unter der Schneelast bewegen“, sagte ein Retter.

Die Rettungseinheiten versuchten die Mobiltelefone der Vermissten zu lokalisieren. 23 Vermisste werden unter den Schneemassen und Trümmern noch gesucht. Zu den Vermissten zählen Gäste des Hotels, Angestellte sowie Personen, die im Gebäude waren, auch wenn sie dort nicht übernachtet hatten.

135 Retter standen weiter am Unglücksort im Einsatz. Sie arbeiteten auf der Suche nach weiteren Überlebenden gegen die Zeit. Es bestehe hohe Lawinengefahr in der Gegend, hieß es seitens der Einsatzkräfte. Die Lage sei durch die Wetterlage erschwert. Nebel könnte den Einsatz von Hubschraubern erschweren. Die Wetterlage sei wesentlich schwieriger als in den letzten Tagen.

Alle Kinder gerettet

Alle Kinder, die sich unter den Trümmern befanden, wurden gerettet. Die gesamte Familie des 38-jährigen Kochs Giampiero Parete, der als erster am Mittwoch Alarm geschlagen hatte, ist in Sicherheit. Parete hatte in seinem Auto auf die Retter gewartet, während er um seine verschüttete Familie bangte. Seine Frau und seine beiden Kinder im Alter von sechs und acht Jahren konnten aus den Trümmern geholt werden und befinden sich im Krankenhaus der Adria-Stadt Pescara. „Danke allen aus tiefen Herzen. Ich umarme euch“, antwortete Giampiero Parete auf die Schreiben von Freunden und Angehörigen nach der Rettung seiner Familie.(APA/TT.com)