Wiener SPÖ - Partei segnete 2 - Frauenberger überlegte nicht lange

Wien (APA) - Nach der Sitzung des Wiener Ausschusses haben sich die designierte Gesundheits- und Sozialstadträtin Sandra Frauenberger, der n...

Wien (APA) - Nach der Sitzung des Wiener Ausschusses haben sich die designierte Gesundheits- und Sozialstadträtin Sandra Frauenberger, der neue Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky sowie der künftige Stadtschulratspräsident, Heinrich Himmer, den Medien präsentiert. Sie habe nicht lange überlegen müssen, als Bürgermeister Michael Häupl sie gebeten habe, zu wechseln, versicherte Frauenberger.

„Ich spiele seit zehn Jahren in seinem Team und es ist für mich eine Ehre dabei zu sein“, sagte sie. Auch wenn es in dem Ressort „mehrere Herausforderungen“ gebe, wie sie einräumte. Als erstes will sich Frauenberger bemühen, ein gutes Gesprächsklima herzustellen:“Ich glaube, es ist jetzt ganz wichtig, die Mitarbeiter vor den Vorhang zu holen, um eines wiederherstellen zu können, nämlich Vertrauen“, sagte sie.

In Bezug auf die Reform der Mindestsicherung bestätigte Frauenberger, dass die Gespräche mit dem grünen Regierungspartner sehr weit fortgeschritten seien, wie ihr berichtet worden sei. Bei einem Treffen am Freitag werde sie sich genauer ins Bild setzen lassen.

Der neue Bildungsstadtrat Czernohorszky will sich vor allem für die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen einsetzen. Derzeit gebe es „eine Zäsur, an der ohne jede bildungspolitische Not die kalte Hand der Selektion zugreift“, sagte Czernohorszky. Es sei vom Geld und vom Bildungsstand der Eltern abhängig, welche Bildung ein Kind erhalte, kritisierte er. Die unterschiedlichen Bildungsinstitutionen müssten außerdem enger zusammenarbeiten. Auch den Ausbau der Ganztagsschulen will Czernohorszky vorantreiben. Denn die Halbtagsschule lasse das Kind mit einem Rucksack voller Hausaufgaben allein. „Campusschulen sind der Weg für die Bildungsinfrastruktur der Zukunft“, zeigte sich Czernpohorszky überzeugt.

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Auch die Kindergärten liegen dem designierten Bildungsstadtrat am Herzen, wie er versicherte: „Ich freue mich unglaublich, dass ich für die Kindergärten arbeiten kann, weil sie der zentrale Bildungsplatz sind“, sagte er. Nach der brisanten Studie zu islamischen Kindergärten, sei es „ganz wichtig von Anfang an hinzuschauen“ und „noch genauer zu kontrollieren“, sagte Czernohorsky, der sowohl für die Förderungen als auch für die Kontrolle der Kindergärten zuständig sein wird.

Eine „große Überraschung“ war der neue Posten für den neuen Stadtschulratspräsidenten Heinrich Himmer. Gefragt, ob er sich auch in Zukunft trauen werde, den Bürgermeister öffentlich zu kritisieren, wie er es in Reaktion auf Häupls 22-Stunden-Sager getan hatte, meinte Himmer: „Angst habe ich keine, sonst hätte mich der Bürgermeister nicht für die Position vorgeschlagen“. Manchmal brauche es klare Worte, und er habe die Aussage in seiner Funktion als Lehrergewerkschafter getroffen, verteidigte er seine Kritik. „Wir haben das geklärt“, versicherte er.

Dazu, ob er als Vertreter der Flächenbezirke gelten könne, wollte sich der aus Simmering stammende Gewerkschafter nicht äußern: „Ich lasse mich ungern auf eine Seite schieben“, sagte er. Auch Himmer nannte erste Arbeitsschwerpunkte, und zwar das Vertrauen zwischen Eltern, Kindern und den Institutionen herzustellen sowie die Grundkompetenzen Rechnen, Schreiben, Lesen und das Beherrschen der deutschen Sprache zu stärken.

Er brauche aber auch noch ein wenig Zeit, in der neuen Funktion anzukommen, sagte er: „Mein Leben hat sich seit Freitag durchaus verändert.“ Als Lehrergewerkschafter sei er „zwar selbstbewusst, aber unbekannt“ gewesen. In Bezug auf die innerparteilichen Gräben zeigte sich Himmer überzeugt, dass man in den Gremiensitzungen der vergangenen Tage „einen großen Schritt weitergekommen“ sei. „Viele Fragen sind inhaltlich geklärt und offen angesprochen worden“, so Himmer.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA443 2017-01-23/17:06


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