IG Metall fordert 4,5 Prozent mehr Lohn für Stahlkocher

Düsseldorf (APA/Reuters) - Die IG Metall fordert 4,5 Prozent mehr Lohn für die rund 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustri...

Düsseldorf (APA/Reuters) - Die IG Metall fordert 4,5 Prozent mehr Lohn für die rund 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie. Ihre Tarifkommission verständigte sich am Dienstag auf eine entsprechende Forderung für die am 22. Februar beginnenden Gespräche mit den Arbeitgebern um ThyssenKrupp und Salzgitter, sagte ein Sprecher.

Ein neuer Tarifvertrag solle eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. „Die wirtschaftliche Situation in der Stahlindustrie ist stabil“, sagte Verhandlungsleiter Knut Giesler. Auftragseingänge und Stahlpreise stiegen. Die Beschäftigten müssten „an dieser Entwicklung ihren fairen Anteil erhalten“.

Arbeitgeber und Gewerkschaft hatten sich zuletzt im November 2015 auf ein Lohnplus von 2,3 Prozent und eine Einmalzahlung von insgesamt 200 Euro verständigt. Dieser Tarifvertrag läuft Ende Februar aus. Dann endet auch die Friedenspflicht. Warnstreiks seien aber voraussichtlich nicht vor der vorentscheidenden zweiten Verhandlungsrunde am 6. März zu erwarten, machte Giesler deutlich.


Kommentieren